15.07.2019 15:00 |

Mediziner warnen:

Krebsverdacht um Aufheller für Zuckerl

Dass industrielle Süßigkeiten nicht so gesund sind wie frisches Obst, weiß wohl jedes Kind. Doch nun gibt es zusätzliche Bedenken. Denn der Aufheller Titandioxid, der Zuckerln verführerischen Glanz verleiht, steht unter Krebsverdacht. In Frankreich soll er verboten werden. Auch heimische Ärzte warnen.

Gegen die Unbedenklichkeitsbescheinigung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA für Titandioxid, die bekanntlich sogar das gefährliche Glyphosat nicht als gesundheitsschädlich einstuft, prescht Frankreichs Regierung vor. Das vorsorgliche Verbot für den Aufheller wird schon ab 2020 gelten.

„Die Sorgen unserer verantwortungsvollen Mediziner sind so groß, dass wir unsere Kinder schützen müssen“, heißt es aus Paris. Zumal eine Studie des Nationalen Instituts für Agrarforschung ergab, dass Ratten, die dem Glanzstoff ausgesetzt waren, an Vorstufen von Krebs erkrankt waren.

„Alarmierende Zunahme von Zivilisationskrankheiten“
Die Bedenken werden auch von heimischen Topmedizinern wie Dr. Markus Metka geteilt, der auf die Erforschung der Wechselwirkung von Körper, Geist und Ernährung spezialisiert ist. „Weltweit gibt es eine alarmierende Zunahme von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Adipositas bei Kindern. Eltern sollten ihren Kleinen übermäßiges Naschen allein wegen des Zuckergehaltes und der Kariesprobleme verbieten. Zumal es in industriellen Süßigkeiten bedenkliche Zusatzstoffe gibt.“

Auch der Primarius der Barmherzigen Brüder in Salzburg, Dr. Friedrich Hoppichler, schließt sich dieser Warnung an: „Frisches Obst und Gemüse ist bei Weitem besser. Zudem besteht die Gefahr, dass unsere Kinder süchtig auf Süßes werden und als Erwachsene richtig abhängig sind.“

Einige Süßwarenkonzerne haben übrigens bereits reagiert und ihren Massenprodukten den verdächtigen Chemieglanz genommen.

Mark Perry und Martina Münzer, Kronen Zeitung

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