Schwechat:

„Totale Überwachung“ soll Temposünder ausbremsen

Ihre liebe Müh’ mit Rasern haben die Stadtmütter in Schwechat: Bürgermeisterin Karin Baier (SP) und ihre Grüne Vize Brigitte Krenn wollen Autofahrer zu mehr Vorsicht ermahnen - und spannen ein Radarnetz über die Gemeinde. Mindestens acht Standorte sind geplant, mehr Strafen soll es dadurch vorerst aber nicht geben.

Nicht zum ersten Mal will Schwechat seinen Temposündern Einhalt gebieten. Vergangenen Sommer sollte das mit Bodenmarkierungen bewerkstelligt werden, heuer greift die Stadt etwas tiefer in die technische Trickkiste: Mit acht Radarmessstationen in der Stadt sowie in Mannswörth, Kledering und Rannersdorf will man mehr Bewusstsein bei den Lenkern erreichen. Versorgt werden die Geschwindigkeitsanzeigen per Sonnenenergie, in der Nacht wird das Solarpanel über die Straßenbeleuchtung mitversorgt. Wann genau die elektronischen Taferln mit fröhlichem oder traurigem Gesicht die Autofahrer loben oder ermahnen, ist aber noch unklar.

Ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss liegt jedenfalls bereits vor. In der Stadt ist man geteilter Meinung - von Verständnis für die Aktion bis zur Kritik an „totaler Überwachung“ ist alles zu hören. Oft folgen auf straffreie Radarboxen nämlich „echte“ Blitzer. Zumindest an jenen Plätzen, an denen besonders häufig das Tempolimit überschritten wird. „Und das dient dann wirklich der Verkehrsberuhigung“, heißt es.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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