04.07.2019 12:10 |

Bombendrohung in Tirol

Polizeibekannter Täter sprach auch von Geiselnahme

Neue Details nach den dramatischen Vorfällen am Mittwochabend in Innsbruck, bei denen ein Mann zunächst mit einer Bombe drohte und im Zuge eines danach erfolgten Schusswechsels mit der Polizei schwer verletzt wurde: Der wegen diverser Gewaltdelikte bereits polizeibekannte gebürtige Kärntner, seit vielen Jahren jedoch bereits in Tirol beheimatet, hatte im Zuge seiner Bombendrohung sogar von einer Geiselnahme gesprochen - und auch davon, eine der beiden festgehaltenen Personen bereits „durch einen Kopfschuss“ getötet zu haben.

Wie die Tiroler Polizei laut „Krone“-Informationen am Tag nach den wilden Szenen in Innsbruck berichtete, sei der 55-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten - wegen „diverser Gewaltdelikte“, so die Ermittler. Des Weiteren vermutet die Polizei, dass der Verdächtige zum Zeitpunkt seiner Taten wohl unter Alkoholeinfluss stand, dementsprechende Untersuchungsergebnisse seien allerdings noch ausständig, hieß es.

„Habe Geiseln genommen“
Wie berichtet, hatte der 55-jährige Wahltiroler am Abend gegen 19.30 Uhr mit einer Bombe gedroht, die er angeblich in einem Lokal in der Innsbrucker Altstadt deponiert habe. Auch sprach er davon, dass er auch zwei Geiseln genommen und eine der beiden Personen bereits „durch einen Kopfschuss“ getötet habe, wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Dies sollte sich jedoch lediglich als reine Behauptung des Verdächtigen herausstellen. 
Die Innsbrucker Altstadt wurde daraufhin großräumig abgesperrt, das Lokal evakuiert. Straßenbahnen und Busse, die durch die Museumstraße fahren, wurden großräumig umgeleitet. Eine Bombe wurde aber nicht gefunden.

Via Handypeilung konnte die Exekutive den Verdächtigen schließlich in der Wildschönau im Tiroler Unterland orten. Etwa zur gleichen Zeit meldete sich ein Autofahrer bei der Exekutive, der berichtete, dass er einen alkoholisierten Autostopper, der eine Waffe bei sich trug, mitgenommen und bei einer Tankstelle in Niederau hatte aussteigen lassen.

Schüsse in Unterbauch und Oberschenkel
Dort wollten die Beamten den Mann schließlich festnehmen. Doch der 55-Jährige zog eine Waffe hervor, weigerte sich trotz mehrmaliger Aufforderungen, diese fallen zu lassen und schoss. Auch die Beamten griffen daraufhin zur Waffe, der Verdächtige wurde zweimal von Projektilen getroffen, einmal in den Unterbauch sowie einmal in den Oberschenkel.

Mit schweren, aber offenbar nicht lebensgefährlichen Verletzungen wurde der mutmaßliche Täter nach der Erstversorgung ins Spital gebracht und noch in der Nacht operiert. Die Waffe, die er gezogen hatte, sollte sich als CO2-Waffe entpuppen, die einer echten Schusswaffe allerdings täuschend ähnlich sah. Gegen den Verdächtigen besteht ein bereits aufrechtes Waffenverbot, demnach hätte er auch die CO2-Waffe nicht besitzen dürfen. Das Motiv für die Tat ist auch weiterhin Gegenstand von Ermittlungen.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz

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