01.07.2019 17:31 |

„Bin nicht perfekt“

Hamilton nach Spielberg völlig „zerfleddert“

Ist das wirklich Lewis Hamilton? Man muss schon zweimal hinschauen, um den regelrecht „zerfledderten“ Mann auf dem Foto zu erkennen. Der fünffache Formel-1-Weltmeister zeigte sich nach dem eher verpatzten Spielberg-Wochenende bewusst nicht perfekt und angreifbar. Ein Bild mit Symbolkraft.

Zum einen will Hamilton den Mensch Mut machen, sich verletzlich und eben nicht perfekt zu zeigen. „Heutzutage werden so viele Apps verwendet, um perfekt auszusehen. Aber wir müssen uns und andere dazu aufzufordern, sich so zu lieben, wie sie sind.“ Deswegen die Wuschelmähne und ein leicht zerzauster Superstar auf Instagram.

Verwundbar zeigte sich Hamilton aber auch in sportlicher Hinsicht. Bis zum Österreich Grand Prix Seriensieger, kam der Engländer in Spielberg über Rang fünf nicht hinaus, wurde gegen Rennende noch von Sebastian Vettel überflügelt. „Ich habe dieses Wochenende zwei Fehler gemacht.“ Er habe aber gelernt, aus Fehlern zu lernen. Deswegen lautet die Devise: „Zurück ins Training und mich für den England-Grand-Prix in Form bringen.“

Erste Niederlage
Mercedes hatte in der Hitze der Steiermark seine erste Niederlage im Formel-1-Jahr einstecken müssen. „Wir wussten bereits vor dem Rennen, dass wir hier möglicherweise Schwierigkeiten bekommen würden“, so Weltmeister Hamilton. Auch Motorsportchef Toto Wolff wurde in seinen Befürchtungen bestätigt. Das lässt spannende Schlüsse für die übrige Saison zu.

„Ich glaube, dass wir eine gute Pace hatten, und das Auto fühlte sich ebenfalls gut an. Aber aufgrund der Überhitzungsschwierigkeiten konnten wir einfach kein richtiges Rennen fahren“, meinte Hamilton. „Damit hatte unser Auto an diesem Wochenende zu kämpfen und die anderen nicht so sehr.“ Nichts wurde es daher mit dem neunten Sieg 2019 und dem elften in Serie, womit der Rekord aus McLaren-Honda-Zeiten egalisiert gewesen wäre.

Anfällig für Änderungen
Das Problem ist, dass das wohl konkurrenzlose Aerodynamik-Paket des Mercedes W10 sehr anfällig für kleine Änderungen ist. Die Downforce, die das Paket generiert, ist laut Wolff aber der Grund, warum man die neuen Pirelli-Reifen besser zum Arbeiten bringt als andere. Man kann das Auto daher bei hohen Temperaturen nicht zu sehr modifizieren, um die Kühlung zu verbessern. Mit nicht optimaler Kühlung lief der Motor nicht mit voller Power.

Mercedes müsse das analysieren und in letzter Konsequenz lösen, sagte Hamilton, der in gelben Shorts und sehr entspannt trotz des Endes einer beängstigenden Serie bei seinem Medientermin erschien. Zehn Rennen en suite war er davor immer als Sieger oder Zweiter auf dem Podest gestanden. In Spielberg beschädigte sich der 34-Jährige beim Überfahren der Kerbs auch den Frontflügel und musste diesen tauschen, was zusätzlich Zeit kostete. „Es war einfach einer dieser Tage, aber am Ende konnte ich zumindest einige Punkte für Rang fünf mitnehmen“, sagte der Brite.

krone Sport
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