22.06.2019 06:45 |

Bub fast ertrunken

Retter: „So etwas brauch ich nicht noch einmal“

Es war Donnerstagnachmittag, als zwei Bademeister im Sportzentrum von Kapfenberg in der Steiermark zu Helden wurden. Ein vierjähriger Bub kämpfte um sein Leben, nur dank des schnellen Handelns von Harald Ignitsch und Hans-Jörg Pivec wurde er gerettet. „So etwas brauch ich aber nicht noch einmal“, sagt Ignitsch zur „Krone“.

Harald Ignitsch war als Platzmeister schon der gute Geist für den Kapfenberger Fußballklub und als Eismeister für den Eishockeyverein. Seit gut einem Jahr geht er in seiner obersteirischen Heimat dem Beruf des Bademeisters nach.

Der „Steirerkrone“ schildert er noch einmal die dramatischen Ereignisse vom Feiertag: „Ich bin gerade bei der Bademeister-Kammer gestanden, als die Leute beim Familienbecken zu rufen begonnen haben. Die Mutter hatte ihren Sohn bereits aus dem Wasser gezogen, als ich hinkam. Ich habe mir den Buben sofort geschnappt und bin mit ihm hinüber in unsere Bademeister-Kammer gerannt.“

Von Notärzten gelobt
Sein Kollege Hans-Jörg Pivec rief umgehend die Rettung, während Ignitsch die Reanimation vornahm. „Man denkt da gar nicht viel nach, man macht das alles ganz automatisch“, betont der 51-Jährige. Nach knapp zweiminütiger Reanimation begann der Bub dann endlich, Wasser herauf zu würgen. „Die Notärzte haben uns für den Einsatz gelobt, aber noch einmal brauche ich das nicht. Ich bin am Freitag schon mit einem mulmigen Gefühl zur Arbeit gegangen“, sagt Ignitsch.

Schlimmer Unfall bleibt ohne Folgeschäden
Die schönste Nachricht gab es für alle Beteiligten noch am Donnerstagabend: Da kam der 13-jährige Bruder des kleinen Buben, der in das LKH Hochsteiermark gebracht worden war, noch einmal vorbei. Er berichtete, dass sein Bruder keine Folgeschäden davontragen und schon bald aus dem Spital entlassen wird.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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