21.06.2019 06:00 |

Darlehen für Garage

Stadt bekommt fünf Millionen Euro nicht zurück

Mit diesen Ressort-Altlasten dürfen sich der neue Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) und die Wiener jetzt herumschlagen: Ein Mega-Darlehen in der Höhe von fünf Millionen Euro aus den Jahren 2000 und 2007 ist nach der Pleite einer Garagen-Firma nicht wieder einzubringen. Und muss jetzt abgeschrieben werden.

Die Garage am Schlesingerplatz in der Josefstadt kommt den Wiener teuer. Die Firma erhielt im Dezember 2000 zur Finanzierung ein „zinsenfreies Darlehen“ in der Höhe von 5.528.222 Euro. Am 20. September 2007 wurde das dann auf 5.672.670 Euro aufgestockt. Gut angelegt war das Geld aber nicht, denn das Unternehmen ging pleite.

In einem Schreiben an den Gemeinderatsausschuss für Finanzen ist zu lesen: „Nach Beendigung des Insolvenzverfahrens im März 2014 konnte aus der Quotenzahlung ein Betrag in der Höhe von 146.064 Euro verrechnet werden. Der Differenzbetrag in Höhe von 5.526.605 Euro ist daher wegen Uneinbringlichkeit abzuschreiben.

Heißt: Peter Hanke muss wegen der Fehlentscheidungen aus der Zeit vor ihm jetzt aufräumen. Aus dem Büro des Stadtrats heißt es auf „Krone“-Anfrage: „Peter Hanke legt Wert auf saubere und transparente Finanzen. Sein Auftrag war daher, alle offenen Forderungen streng auf ihre Einbringlichkeit zu überprüfen.“

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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