18.06.2019 18:01

Drama vor Weihnachten

Mann starb bei „Frontalem“: Steirerin angeklagt

Es war der 22. Dezember 2018, als um die Mittagszeit auf dem Autobahnzubringer Mooskirchen ein verheerendes Unglück geschah. Die Frontalkollision zwischen einem VW Golf und einem BMW forderte ein Todesopfer. Am Dienstag versuchte man die Schuldfrage zu klären, die Verhandlung musste letztlich vertagt werden.

Nicht nur wegen der Temperatur im Verhandlungssaal entwickelte sich eine hitzige Debatte: Die Angeklagte, eine 32-jährige Steirerin, weiß von dem Unfall nichts mehr. Ein Unfall, bei dem man anfangs von einem Suizid der Frau ausging, da sie ihr neun Monate altes Baby schlafend alleine daheim ließ. „Das hat sie vorher noch nie gemacht“, bestätigte der Ehemann.

Zu viele Ungereimtheiten
Dieser Vorwurf wurde nach umfangreichen Ermittlungen rasch vom Tisch gewischt, die grob fahrlässige Tötung blieb aber. Die Frau soll ihren VW Golf laut Gutachten mit überhöhter Geschwindigkeit in den BMW gelenkt haben, der Lenker verstarb.

Die Verteidigerin plädierte von Beginn an auf „nicht schuldig, da zu viele Fragen offen blieben“. Sie erkannte zu viele Ungereimtheiten in den beiden Zeugenaussagen, auch das Gutachten wurde mit drei weiteren privaten Gutachten, die andere Unfallhergänge für möglich halten, angezweifelt.

Und auch wenn es die Richterin augenscheinlich nicht vorhatte, so musste sie den Fall letztlich vertagen.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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