Rudi Völler ist als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Die Entscheidung fiel in der Nacht nach der 1:2-Niederlage gegen Tschechien, die das vorzeitige Aus des dreifachen Europameisters bei den Titelkämpfen in Portugal bedeutet hatte. Völler hat betreffende Medienberichte mittlerweile bestätigt.
Der 44-jährige Völler hatte die Nationalmannschaftvor vier Jahren nach dem EM-Debakel des von Erich Ribbeck betreutenTeams bei der EURO in Belgien und den Niederlanden übernommen.In seiner Amtszeit feierte das Team 29 Siege, spielte elf MalUnentschieden und kassierte 13 Niederlagen. Seinen größtenErfolg feierte Völler vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaftin Japan und Südkorea mit dem zweiten Platz.
Unmittelbar nach der Niederlage gegen die Tschechenhatte Völler erklärt, seinen Vertrag mit dem DFB bis2006 erfüllen zu wollen. Zugleich betonte er aber, er klebenicht an seinem Stuhl. Auf der Pressekonferenz des DFB um 10.30Uhr MESZ im deutschen Quartier in Almancil wollte sich Völlerzu seiner Entscheidung äußern.
Hitzfeld steht schon bereit Ottmar Hitzfeld hat grundsätzlich Interessean der Nachfolge von Rudi Völler, doch zu einer Kontaktaufnahmemit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist es noch nicht gekommen."Der DFB muss erst einmal mit mir sprechen. Davor will ich dastotal offen lassen. Aber ich bin gesprächsbereit", sagteHitzfeld am Donnerstag der dpa. Der ehemalige Bayern-Trainer zeigtesich "total überrascht" von Völlers Rücktritt."Das ist eine neue Situation für mich. Ich hatte mich daraufeingestellt, eigentlich ein Jahr Pause zu machen."
Kanzler bedauert Völlers Rücktritt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat denscheidenden Teamchef der deutschen Fußball-Nationalelf,Rudi Völler, als "einen der integersten Sportsmänner"gewürdigt, die er jemals kennen gelernt habe. VöllersRücktritt sei "schade", müsse aber respektiert werden,erklärte Schröder am Donnerstag in Berlin. Mit Blickauf die Weltmeisterschaft, die in zwei Jahren in Deutschland stattfindet,sagte der Kanzler, im Vordergrund müsse jetzt der Aufbaueiner Nationalmannschaft stehen, "die vorne mitmischt".
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