Der einschlägig vorbestrafte Mann war bei seinem Betrug geschickt vorgegangen. Er gab sich als Opfer eines Einbruchsdiebstahls aus und meldete dies seiner Versicherung. "Um alle Spuren zu verwischen, drehte er alle Wasserhähne auf", berichtet ein Ermittler.
So erhöhte sich der Sachschaden, zudem fiel es im überfluteten Haus schwer, eine genaue Inventarliste anzufertigen. Denn der Eigentümer hatte zuvor noch alle Wertgegenstände aus dem Haus verräumt - Fernseher, Schmuck, Elektrogeräte, Bargeld. Die Versicherung beglich den Schaden von 76.249 Euro zunächst.
"Gestohlene" Gegenstände bei Bruder gefunden
Das mutmaßliche Opfer konnte sich über ein saniertes Haus freuen. Doch jetzt, drei Jahre später, bekamen die oberösterreichischen Polizisten neue Hinweise und rollten den Fall wieder auf. Bei einer Hausdurchsuchung beim Bruder des Tatverdächtigen konnten sie jene Stücke finden, die der mutmaßliche Täter einst als gestohlen gemeldet hatte.
Auch eine damalige Freundin soll in den Betrug involviert gewesen sein. Alle wurden auf freiem Fuß angezeigt. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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