"Einigen" sich die nordeuropäischen Nachbarn freundschaftlich auf ein 2:2, kann Giovanni Trapattoni sich drehen und wenden wie er will: Fußball-Großmacht Italien, dreimaliger Weltmeister und Europameister von 1968, müsste in Portugal schon nach der Vorrunde die Koffer packen. Die EM wird auch in der Gruppe C am Dienstag ein hoch dramatisches Fernduell um die beiden Viertelfinal-Plätze mit den Kandidaten Schweden, Dänemark und Italien erleben.
Schweden (4 Punkte/6:1 Tore):
Sieg oder jedes Unentschieden bringt "Svenska" auf jeden Fall
in die nächste Runde. Bei einem Remis gegen die Dänen
und einem Sieg Italiens wären die drei Rivalen mit 5 Punkten
gleichauf. Im direkten Vergleich würden die mehr erzielten
Tore den Ausschlag geben - Schweden spielte gegen Italien 1:1,
Dänemark nur 0:0.
Dänemark (4 Punkte/2:0):
Sieg und jedes Unentschieden ab 2:2 bringt den Europameister von
1992 weiter. Beispiel für ein 2:2 bei gleichzeitigem Sieg
Italiens: Im direkten Vergleich nach Punkten gleichauf, nach mehr
erzielten Toren Schweden mit 3:3 und Dänemark mit 2:2 vor
Italien mit 1:1. Erreicht Dänemark ein 1:1, würden die
Tore aus allen Gruppenspielen zwischen Dänen und Italienern
entscheiden. Dann dürften die Südländer nicht höher
als mit 1:0 gewinnen.
Italien (2 Punkte/1:1):
Ein Sieg ist Pflicht, die "Azzurri" müssen außerdem
im Nordgipfel auf einen Verlierer oder alternativ auf ein 0:0
oder 1:1 hoffen. Dort eine Nullnummer, und es wäre völlig
egal, wie hoch der Sieg gegen die Bulgaren ausfällt - die
Dänen wären draußen. Bei einem 1:1 der Nordlichter
würde ein 2:0 reichen, um bei totalem Patt mit den Dänen
auf Grund des besseren UEFA-Koeffizienten (2,31:2,06) den Vorzug
zu bekommen.
Bulgarien (0 Punkt/0:7 Tore):
Könnte mit einem Punktgewinn gegen Italien das Duell der
Dänen gegen die Schweden auch zum "Freundschaftsspiel" machen.
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