Viele Beschwerden:

Die Personalnot beim Roten Kreuz in Wels ist groß

Über das Rote Kreuz in Wels häufen sich die Beschwerden. Patienten müssen bei Krankentransporten Wartezeiten von mittlerweile bis zu drei Stunden in Kauf nehmen. Der Hauptgrund für die Misere: Die Zahl der Fahrten ist zuletzt stark gestiegen, der Personalstand bei der Hilfsorganisation hingegen gesunken.

Zu 51.260 Krankentransporten – also Fahrten für Menschen, die zur Behandlung im Spital nur liegend transportiert werden können oder nicht selbst zum Auto gehen können – sind die Rot-Kreuz-Mitarbeiter in Wels im vergangenen Jahr gerufen worden. Im Vergleich zu 2016 sind das um 350 Fahrten mehr gewesen. Die Zahl der freiwilligen Helfer hat sich im Vergleichszeitraum aber verringert. Nur noch 1641 Ehrenamtliche streifen sich die rote Jacke über. Vor drei Jahren waren es noch 1671. Das sorgt für Engpässe und immer längeren Wartezeiten bei Krankentransporten.

Akute Alarmbereitschaft
Die Hilfsorganisation versichert aber, dass Einsätze in Notfällen gesichert bleiben. Dennoch ist man in Alarmbereitschaft: „Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Flexiblere Arbeitszeiten, eine höhere Lebenserwartung und der digitale Wandel prägen unser soziales Zusammenleben. Eine Folge davon ist, dass es auch für Menschen immer schwieriger wird, zeitlich verfügbar zu sein“, bedauert auch der Rot-Kreuz-Präsident Walter Aichinger den Rückgang beim „Herzstück“ seiner Organisation.

Deutlicher Engpass auch bei Zivildienern
Gerade an den Wochentagen zwischen Montag und Freitag sind Zivildiener ein elementarer Bestandteil des Rettungsdienstes. Doch auch hier schlägt Walter Aichinger Alarm. Wie bei den Freiwilligen herrscht hier ebenfalls ein Engpass. Immer weniger Zivildiener entscheiden sich für’s Rote Kreuz. Im Jahr 2018 waren es 31 „Zivis“, 2016 immerhin noch 37.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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