„Fiktives Heimspiel“

Cottbus verkauft Tickets, Spiel gibt‘s aber keines

Fußball International
24.05.2019 06:43
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Das Stadion wird wohl ausverkauft sein. Obwohl kein Spiel stattfindet. Der FC Energie Cottbus, vor Kurzem wieder in die vierte deutsche Liga abgestiegen, macht mit einer Aktion der sonderbaren Sorte aufmerksam.

Als „fiktives Heimspiel“ geistert der Gag gerade durch die sozialen Medien. Dabei ist das Stück gar nicht als Gag gedacht, sondern völlig ernst gemeint. Energie Cottbus verkauft Tickets um je 19,66 Euro für ein Spiel, das nie stattfinden wird. Das wissen die Fans. Und sie kaufen die Karten trotzdem. Nach 24 Stunden waren schon über 1.700 Karten weg. Sicher, da ist noch reichlich Luft nach oben - ins Stadion passen über 22.000 Zuschauer -, aber für ein nie stattfindendes Spiel ist der Vorverkauf gut angelaufen.

Hintergrund der skurrilen Aktion: Cottbus braucht Geld. Und sagt das auch unverblümt. Nach dem Abstieg, der erst am letzten Spieltag feststand, herrscht Budgetknappheit. Ein prominenter Testspielgegner war nicht aufzutreiben, weil die Topclubs ihre Planungen für den Sommer längst abgeschlossen haben. Deswegen die Idee des fiktiven Heimspiels. „Die Etatplanung, Gehälter, Reisekosten - wir brauchen jeden Pfennig“, sagt Klub-Sprecher Stefan Scharfenberg-Hecht zu bild.de.

Konkret sollen die Fans also Karten für nichts kaufen. Und doch gibt es einen Gegner für Cottbus: die Bedeutungslosigkeit. Offiziell lautet die Paarung diese „fiktiven Heimspiels“ nämlich „FC Energie Cottbus vs. Bedeutungslosigkeit“.

Zu helfen muss man sich wissen ...

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