Di, 21. Mai 2019
14.05.2019 18:30

Training für Kinder:

„Auch trösten und Alarm schlagen ist Erste Hilfe“

Polizist Christoph Wiesinger (39) aus Pasching ist seit 2015 in seiner Freizeit für das Rote Kreuz mit der Handpuppe „Roko“ in Kindergärten unterwegs. Auf spielerische Weise bringt er den Kleinen damit die Grundlagen in Erster Hilfe nahe. Mit Hilfe der Puppe gelingt es dem zweifachen Vater den Kindern die Angst davor zu nehmen, im Ernstfall selbst zum Handy zu greifen und die Notrufnummer zu betätigen.

„OÖ Krone“:Wie ist es zum „Roko“-Engagement gekommen?

Christoph Wiesinger: Ich bin seit Jahren für die Polizei als Verkehrserzieher in Schulen unterwegs. Daher war es naheliegend, dass ich beim Roten Kreuz Kinder schule.

„OÖ Krone“: Wie schaut Ihre Schulung mit der Handpuppe aus?

Wiesinger: Der Unterricht dauert zwei Tage. Teil 1 findet im Bewegungsraum der Kindergärten statt, wo den Kleinen das Prinzip des Helfens vermittelt wird. Sie sollen wissen, dass jeder helfen kann und man kein Superheld sein muss.

„OÖ Krone“: Wie können Kinder im Ernstfall tatsächlich helfen?

Wiesinger: Auch trösten und Alarm schlagen ist Teil der Ersten Hilfe. Wichtig ist aber, die Notrufnummer auswendig zu lernen und am Telefon die eigene Adresse angeben zu können. Wir üben das auch mit Spielhandys.

„OÖ Krone“: Sie bereiten also die Kleinen für den Fall vor, dass ihren Eltern etwas passiert?

Wiesinger: So explizit wird das nicht angesprochen, damit sich die Kinder nicht ängstigen. Der „Roko“ und ich erklären ihnen aber, dass Erste Hilfe wichtig ist, falls sich am Spielplatz, im Kindergarten oder daheim jemand verletzen sollte.

„OÖ Krone“: Woraus besteht Teil 2?

Wiesinger: Ich komme mit dem „Roko“-Mobil, einem Rettungsauto, vorbei. Da werden die Geräte und der Erste-Hilfe-Koffer erklärt.

„OÖ Krone“: Wie kommt Ihre spielerische Art des Unterrichts an?

Wiesinger: Bei Kindern und Pädagogen bisher stets sehr gut.

„OÖ Krone“: Und Ihnen selbst bereitet es vermutlich auch Spaß.

Wiesinger: Es ist eine extrem positive Abwechslung für mich.

Interview: Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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