30.04.2019 14:30 |

Kritik im Landtag

Debatte um neues Gesundheitstelefon

Auffälig konstruktiv ging es am Dienstagvormittag im steirischen Landtag zu. Diskutiert wurden von der KPÖ thematisierte Probleme mit dem neuen Gesundheitstelefon. ÖVP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler verspricht Verbesserungen.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler begann mit ausgesuchten Fällen des mit 1. April eingeführten Gesundheitstelefon: So musste eine obersteirische Mutter mit einer Anfrage zu ihrem an Ohrenschmerzen und Fieber leidenden Sohn (4) zwei Stunden auf Auskunft warten. „Damit hat sich das Gesundheitstelefon nicht als Helfer in der Not, sondern als Kummernummer entpuppt.“

Ständige Evaluierung notwendig
Es mag schon sein, so die Klubobfrau, dass es Einzelfälle seien, aber man könne gut und gern zehn bis 15 Minuten bei einem 30-minütigen Gespräch am Telefon einsparen. An einem Wochenende hätten rund 200 Personen pro Stunde angerufen. Zum Vergleich: Beim Gesundheitstelefon in NÖ habe man das ganze Jahr rund 16.000 Anrufe registriert, mit einer Beratung im Schnitt von 14 Minuten. Es brauche auch eine ständige Evaluierung, nicht erst in drei Jahren wie angekündigt, so die Kommunistin.

Fehler nach Kritik eingestanden
Drexler räumte Probleme in der Anfangsphase ein, lobte dann aber auch die zumeist sachliche Kritik der Opposition. Ein neues Bereitschaftsdienstmodell und das neue Gesundheitstelefon 1450 könnten nun mal auch zu Anfangsproblemen führen: „Das wurde von mir bereits im Februar antizipiert.“ Man wolle an den Schrauben drehen, damit es besser funktioniere. Die Grundkonzeption halte er aber für sehr gut, sagte Drexler.

Verbesserungen angekündigt
Die hohe Zahl an Anrufen sei nicht zu berechnen gewesen, im ersten Monat sollen es rund 9.000 gewesen sein. In NÖ habe man in demselben Monat rund 1.700 Anrufe registriert. Drexler verteidigte das standardisierte Abfrageschema: „Stellen Sie sich vor, es wird keine Frage gestellt und die falsche Maßnahme getroffen, na servas.“ Die Abklärung dauerte in der Steiermark im Schnitt 15 Minuten, in Wien und NÖ seien es 14 Minuten. „14 Minuten, ich bitt‘ Sie, im ersten Monat“, sagte Drexler. Wichtig sei, dass kein Notfall übersehen werde. Man werde wegen der Verbesserungen mit den Partnern wie u.a. Rotes Kreuz, GKK und Ärztekammer sprechen.

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