Sa, 25. Mai 2019
01.05.2019 19:01

Talk mit Katia Wagner

KH Nord: „Wir fanden viele Aufträge, die stinken!“

Die Geschichte des Wiener Großspitals KH Nord war von Beginn an keine leichte. Nahezu wöchentlich wurden neue Ungereimtheiten aufgedeckt. Neben Kostenüberschreitungen, Bauverzögerungen und zahlreichen Rücktritten war der 95.000 Euro teure „Energie-Schutzring“ nur ein Stein im Mosaik der Skandale, die das Spital von Anfang an begleiteten. Die rot-grüne Stadtregierung hingegen bleibt nach dem Endbericht der Untersuchungskommission selbstbewusst und versichert, das KH-Nord sei „ein hochmodernes Vorzeigespital geworden“. Ist das KH-Nord nun ein Skandal oder ein „Erfolg“? Und wer trägt die politische Verantwortung? Darüber wurde bei Gastgeberin Katia Wagner im krone.at-Studio diskutiert. Den ganzen Talk können Sie hier nachsehen, die Highlights finden Sie im Video oben.

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigte zwar durchaus Fehler, aber er sieht keinerlei Anhaltspunkte für Bestechungsvorwürfe: „Von all den Vorwürfen, dass Korruption stattgefunden hat, ist in der U-Kommission nix übrig geblieben.“ Dazu der Konter von NEOS-Wien-Klubchef Christoph Wiederkehr: „Das stimmt so nicht - wir fanden sehr viele Aufträge, die stinken. Deshalb haben wir auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.“

Korosec: „Da war so viel skandalös“
Auch ÖVP-Gemeinderätin Ingrid Korosec sagte klar: „Da war so viel skandalös. Es ist unglaublich, jetzt zu sagen: Das Management ist schuld. Das wurde doch von der Wiener Stadtregierung ausgesucht.“

Für krone.at-Chefredakteur Richard Schmitt, der oftmals über Skandalfälle im KH Nord berichtete, ist die U-Kommission zu sanft mit den vorgeladenen Politikern umgegangen: „Die zwei Ex-Gesundheitsstadträtinnen und den Altbürgermeister hätte ich jeweils 48 Stunden einvernommen. Die sind mit lockeren Sprüchen davongekommen.“

Sie seien ja auch für die Unternehmenskultur im Krankenanstaltenverbund (KAV) zuständig gewesen, erinnerte Schmitt: „Dazu ein kleines Beispiel: Wenn der KAV 20 Influencer zu einem 4600 Euro teuren Dinner einlädt, also 230 Euro Steuergeld pro Person ausgibt, dann zeigt das viel.“

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Sämtliche Ausgaben unseres Talk-Formats mit Moderatorin Katia Wagner zum Nachsehen sowie Highlight-Videos finden Sie unter krone.at/brennpunkt.

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