23.04.2019 19:33 |

Terror auf Sri Lanka

Augenzeugin: „Die ganze Kirche war voller Blut“

Mehr als 320 Menschen - darunter Dutzende Ausländer - sind am Ostersonntag bei Explosionen in drei Kirchen und in Luxushotels auf Sri Lanka ums Leben gekommen. Zahlreiche Opfer gab es unter anderem in der St.-Sebastian-Kirche, im nur rund 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo gelegenen Negombo. Die Schülerin Primasha Fernando war wenige Minuten nach der Detonation dort.

Die 16-Jährige, die unweit der Kirche wohnt, hatte zu Hause für eine Prüfung gelernt, als sie einen gewaltigen Knall hörte. Ihre Oma habe sie kurz darauf angerufen und erzählt, dass es eine Explosion gegeben habe. Sie sei daraufhin mit ihrem Vater und ihrem Bruder zum nahegelegenen Gotteshaus gerannt.

„Ich habe viele kleine Kinder gesehen, die tot waren. So viele Kinder. Ich habe dort eine Familie gesehen - ein Vater, drei Söhne und die Mutter. Die Eltern weinten, weil ihre Kinder von den Dachziegeln erschlagen worden waren“, erzählte Primasha der Nachrichtenagentur AFP. „Sie haben sie in die Arme genommen und viel geweint.“

„Die Menschen haben geschrien und geweint“
Es sei eine schreckliche Szenerie gewesen, die sich ihr geboten habe, so die 16-Jährige. „Überall der Geruch nach Blut. Die Wände waren voller Blut, die ganze Kirche war voller Blut. Es war schlimm. Es war laut, Menschen haben geschrien, geweint.“

„Ich habe Menschen gesehen - sie hatten noch ihre Haare und alles, der Körper war da. Aber ihr Gesicht war weg. Und Mütter hielten ihre Babys im Arm. Sie sind zusammen gestorben“, sagt die noch immer geschockte Primasha mit Tränen in den Augen.

Polizeiangaben zufolge wurde die Attacke auf die Kirche in Negombo vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführt.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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