24.04.2019 08:00 |

St. Johann

Ärztekammer kämpft für Erhalt der Kinderstation

Die Diskussionen rund um die Spitalsreform reißen nicht ab. Nun meldet sich einmal mehr die Tiroler Ärztekammer zu Wort. Sie setzt sich für den Erhalt der Kinderabteilung im Krankenhaus St. Johann ein. „Wer sich handfeste, schlüssige und geprüfte Gründe erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt“, kritisiert Präsident Artur Wechselberger. Auch die Ausbildung von Jungärzten sei in Gefahr.

Nur ein Kinderarzt mit Kassenverträgen stehe derzeit für den gesamten Bezirk Kitzbühel zur Verfügung. Von einer kinderärztlichen Überversorgung könne also keine Rede sein, erklärt Wechselberger.

Eine Schließung der Kinderabteilung im Krankenhaus St. Johann würde die fachärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der ganzen Region gefährden, schildert Klaus Kapelari, Vizepräsident der Tiroler Ärztekammer und Oberarzt an der Kinderklinik Innsbruck.

Eine Geburtenstation mit 700 Geburten pro Jahr rechtfertige den Erhalt der pädiatrischen Abteilung. In der St. Johanner Kinderabteilung würden auch Kinder und Jugendliche aus dem angrenzenden Pinzgau versorgt werden. Die Abteilung verzeichne 2000 stationäre Patienten und 4000 ambulante Patienten pro Jahr.

„Ausbildung in Gefahr“
„Die Zerschlagung der Versorgungsstrukturen in St. Johann und im Krankenhaus Natters gefährdet auch nachhaltig die Ausbildung der angehenden Allgemeinmediziner, Lungenärzte und Kinderärzte“, sagt Kurienobmann Ludwig Gruber. Der Ärztekammer-Präsident fordert eine Offenlegung der Fakten und Pläne.

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