Unfassbare Quälerei

Schweine lebten und starben in Horror-Stall

Horror-Schweinstall im oberösterreichischen Gmunden: Zwischen 63 lebenden Tieren lagen 31 Kadaver! Die Behörden räumten den Stall und mussten alle noch lebenden Schweine notschlachten.

Durch eine anonyme Anzeige wurde dem Veterinärdienst der Bezirkshauptmannschaft Gmunden ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei zur Kenntnis gebracht. Bei der Nachschau des Amtstierarztes bei einem landwirtschaftlichen Betrieb im Bezirk musste dieser in den Stallungen der Mast- und Zuchtschweine verheerende Zustände feststellen. Die 63 noch lebenden Schweine waren in einem äußerst schlechten Gesundheitszustand.

Knochen im Stall
Bei der Räumung des Stalls konnten sechs Kadaver sowie die knöchernen Überreste von mindestens 31 weiteren im Stall verendeten Schweinen vorgefunden werden. Die Stallungen waren in einem äußerst verdreckten Zustand. Die Schweine befanden sich teilweise bis zum Bauch in Exkrementen. Offensichtlich dürften sich die überlebenden Schweine bereits von den verendeten Tieren ernährt haben.

Bauer seit einem Jahr nicht im Stall
Der 52-jährige Landwirt gab an, den Stall seit einem Jahr nicht mehr aufgesucht zu haben. Die 47-jährige Bäuerin sagte, sie habe die Tiere noch am Vormittag gefüttert. Wie es zu den verheerenden Zuständen in den Ställen gekommen ist, konnten beide nicht schlüssig begründen. Die 47-Jährige gab lediglich an, dass ihr alles über den Kopf gewachsen sei. Die noch lebenden Tiere wurden vom Amtstierarzt mit Unterstützung des örtlichen Bauernbundes notgeschlachtet. Die beiden Landwirte werden bei der Staatsanwaltschaft Wels wegen Tierquälerei angezeigt.

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