Die Hausherren bewiesen auf eigenem Eis große Moral und holten ein 0:2 und ein 2:4 auf, ehe sie sich mit 5:4 durchsetzten. Zagreb verkürzte in der Halbfinalserie gegen Salzburg auf 1:2.
Vienna Capitals - Black Wings Linz 5:4 (2:2, 1:2, 2:0)
Die Black Wings begannen stark und stellten innerhalb von acht Minuten durch Buckley (2.) und Matthiasson (8.) gegen die heimstarken Wiener auf 2:0. Doch noch vor der ersten Pause egalisierten Bootland im Power Play und Bjornlie (15.) den Rückstand. Es sollte an diesem Abend nicht das letzte Mal bleiben, denn die Linzer gingen im Mittelabschnitt durch Purdie in der 25. Minute in Überzahl und nur vier Minuten später durch einen Penalty desselben neuerlich mit zwei Treffern Vorsprung in Führung. Also wiederum gehörten die ersten zehn Minuten des Drittels den Gästen.
Als die Linzer bereits mit den Gedanken in Richtung zweite Pause waren, schaffte Kranjc noch den Anschlusstreffer. Der viel umjubelte Ausgleich durch Rodman in der 43. Minute spornte die Caps weiter an, fünf Minuten später verhinderte Westlund bei einem Penalty von Rodman, der zuvor von Grabher Meier gefoult worden war, das 5:4. Doch ein "short handed"-Tor durch Gratton in der 53. Minute besiegelte das Schicksal der Linzer, die am Ende nach Herausnahme des Tormanns und einer Strafe gegen die Wiener sogar noch für knapp eine halbe Minute eine 6:4-Überzahl hatten, diese aber nicht nützen konnten. Die Wiener, die damit ihren 24. Heimsieg in 32 Spielen feierten, steuern damit unwiderstehlich in Richtung erstes Finale seit 2005 hin. Damals wurden die Caps auch zuletzt Meister.
Red Bull Salzburg - Zagreb 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)
Wieder spannend gemacht Zagreb hat das Halbfinal-Duell gegen Vizemeister Red Bull Salzburg. Die Kroaten feierten im dritten Spiel des Kräftemessens auswärts einen etwas überraschenden 4:1-Erfolg und verkürzten in der "best of seven"-Serie auf 1:2. Salzburg dominierte zwar die gesamte Partie über, konnte seine Chancen aber nur in einen Treffer ummünzen, die Serie ist vor dem nächsten Spiel in Zagreb am Dienstag wieder offen.
Die Kroaten, die sich in den ersten beiden Spielen als klar unterlegen gezeigt hatte, eröffnete die Partie im Salzburger Volksgarten mit einem Paukenschlag: In der dritten Minute schoss Jakopic nach einer Unaufmerksamkeit der Hausherren zum 1:0 ein. Die Page-Truppe reagierte richtig, drehte gehörig auf und spielte auf ein Tor. Doch Zagreb-Goalie Tristan verhinderte ebenso wie eigenes Pech und Unvermögen den Ausgleich für die Salzburger, die am Ende des ersten Drittels durch Hecimovic im Powerplay sogar noch das 0:2 kassierten (19.).
Im Mittelabschnitt legten die nun defensiv besser agierenden Gäste dank Macaulay (30./PP) und Fox (33.) nach, erst in der 37. Minute durchbrach Latusa die Torsperre der Salzburger. Zu spät. Trotz eines wahren Sturmlaufs auch im letzten Spielabschnitt blieb das Gästetor wie vernagelt. Die Serie erinnert nun frappant an das Viertelfinalduell Zagreb gegen Graz. Auch die klar favorisierten Steirer führten 2:0 bzw. 2:1, wurden von den Kroaten schließlich aber noch aus dem Bewerb geworfen.
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