Do, 25. April 2019
08.04.2019 07:41

Der Langzeit-Trainer

Bresnik spricht offen über das neue Thiem-Team

Es ist eine unerwartete Entwicklung, die es zuletzt im „Team Thiem“ gegeben hat: Langzeit-Trainer Günter Bresnik wird auf der ATP-Tour zumindest vorläufig völlig vom neuen Touring-Coach Nicolas Massu ersetzt. Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem reist dieser Tage zum Masters-1000-Turnier nach Monte Carlo und startet in die europäische Sandplatz-Saison. Und dies für längere Zeit ohne den Mann mit dem Strohhut in seiner Box, der aus ihm in den vergangenen rund 15 Jahren jenen Tennisspieler gemacht hat, der nun schon fast drei Jahre in den Top Ten steht.

Die Hintergründe, warum Thiem zuletzt in der Südstadt nicht mit Bresnik, sondern mit seinem Vater Wolfgang Thiem trainiert hat, bleiben verborgen bzw. ungeklärt. Papa Thiem wird seinem Sohn übrigens in Barcelona zur Seite stehen, da Massu in dieser Woche eine andere Verpflichtung hat. „Dominic wird heuer 26 und wird teilweise in der Öffentlichkeit immer noch so wahrgenommen, wie wenn er ein kleines Kind wäre“, erklärte Bresnik. „Ich habe immer gesagt, mein ultimatives Ziel als Trainer ist es, dass Dominic unabhängig ist und komplett eigenständig entscheidet.“

Die stoische Ruhe, mit der Bresnik in den Matches in der Spielerbox gesessen ist, wird vorerst ersetzt durch das südamerikanische Temperament des chilenischen Doppel-Olympiasiegers Nicolas Massu. Eine Emotionalität, die Thiem, wie er selbst sagte, gut tut. Bresnik, der dies zwar nachvollziehen kann, sagt dazu: „Ich bin kein Claqueur, der vom ersten bis zum letzten Ball aufhupfen muss.“

Er selbst war in den vergangenen Jahren in den entscheidenden Phasen aber sehr wohl auch aufgesprungen. Und das u.a. auch beim jährlichen Saisonhöhepunkt, den French Open in Paris, wo Thiem 2016 und 2017 im Semifinale und im Vorjahr schon im Endspiel gestanden ist.

Nicht mehr eitel
Und wenn Thiem ausgerechnet jetzt, den großen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel in Roland Garros erfüllt, und Bresnik wäre nicht dabei: Würde dies dem bald 58-jährigen Bresnik nicht wehtun? Wenn er ehrlich sei, dann „würde so was natürlich wehtun“, gab Bresnik zu, fügte aber sofort hinzu: „Mehr wehtun als dort nicht dabei zu sein, würde mir nur die Tatsache, wenn er nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Mir ist wichtig, dass das, was ich mir mit ihm vorgenommen habe, passiert. Ich bin, was das anbelangt, nicht mehr eitel.“

Dies habe aber nichts mit seinem Alter zu tun, sondern mit der Phase, in der sich Thiem nun befinde. „Je länger man mit jemandem zusammenarbeitet, umso bedeutungsloser wird die eigene Person oder sollte sie werden. Als Coach habe ich für einen Spieler, der in den ersten Fünf steht, eine ganz andere Bedeutung für seinen sportlichen Erfolg als wie er 15 war. Die Basis ist dort gelegt worden.“

Für Bresnik, dessen Vertrag als Coach und Manager Thiems unbefristet ist, verändert sich das Verhältnis der Wichtigkeit des Coaches für den Spieler über einen Zeitraum von 20 Jahren „extrem“. „Die ersten 10 Jahre, wenn du mit einem Spieler so jung anfängst, so zwischen 10 und 20, ist die Tätigkeit des Coaches von höchster Bedeutung. Wenn der in dem Zeitraum etwas falsch macht, hat der (Spieler) nachher nie eine Chance, dass er ein erfolgreicher Sportler wird“, erklärte der Niederösterreicher, der am 21. April 58 Jahre alt wird. Dann gäbe es eine etwa dreijährige Phase mit dem Einstieg ins Wettkampftennis, in der Spieler und Erfahrung des Trainers in etwa gleichwertig sind. „Danach ist nur noch der Spieler wichtig.“

„Absoluter Weltklassespieler“
„Dominic ist ein absoluter Weltklassespieler und eigentlich eine fertige Person“, sagte Bresnik, der seinem Langzeit-Schützling eine kontinuierliche Entwicklung wie wenig anderen Spielern bescheinigt. „Er ist ein Tennisspieler, der nie etwas beim ersten Mal macht. Der kommt nicht das erste Mal ins Finale und gewinnt es gleich. Es ist immer sukzessive weitergegangen. Für mich und für 90 Prozent der Experten ist er der technisch beste Tennisspieler auf der Welt nach Djokovic, Federer und Nadal.“

Massu, den Bresnik selbst rekrutiert und in Südamerika in stundenlangen Gesprächen über Thiem informiert hat, ist für Bresnik „momentan eine Superlösung“. Sich selbst stellt er da gerne hinten an. „Ich will für ihn das Beste. Wenn das mit mir ist, super, wenn es ohne mich ist, auch super.“

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