12.03.2010 15:46 |

"Trotzdem sehr gut"

Schröcksnadel zu ÖSV-Pleiten: "Es ist wie bei Real Madrid"

"Wir müssen ein großes Hackerl unter diese Saison machen und positiv bleiben. Schwamm drüber und neu angreifen. Das Glück ist im Moment nicht bei uns, es kommt aber ganz sicher wieder zu uns", so bilanziert ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel die von Pleiten und Pannen durchzogene Saison seiner Alpinen. Dabei zog er angesichts des frühen Champions-League-Scheiterns von Real Madrid auch einen Vergleich aus dem Fußball heran: "Bei uns ist es wie bei Real Madrid. Die sind zwar früh ausgeschieden, haben aber trotzdem eine sehr gute Mannschaft."

Überdenken will man im ÖSV auf jeden Fall etwas. Schröcksnadel will seine Skifahrer bewusst nicht als verwöhnt bezeichnen, gab jedoch zu bedenken, "ob wir es nicht übertreiben". "Wir bieten ihnen ein perfektes Umfeld, einfach alles. Dabei darf aber auch die Eigenverantwortung der Läufer nicht zu kurz kommen. Talent hilft nur bis zu einem gewissen Grad, dann muss man kämpfen."

Keinen Vorwurf in dieser Richtung gibt es natürlich für ÖSV-Musterschüler Benjamin Raich, Schröcksnadel meinte jedoch: "Der Benni will mehr als geht."

"Angreifen ist leichter als verteidigen"
Wie der Betreuerstab der Alpinen in der kommenden Saison ausschauen wird, hat Schröcksnadel offenbar schon im Kopf (siehe auch Infobox). Allerdings lautet sein Statement zu jeglichen Diskussionen und Gerüchten: "Kein Kommentar." Eine öffentliche Bekanntgabe der möglichen neuen Strukturen wird es nach der ÖSV-Präsidentenkonferenz Mitte April geben. "Da muss alles abgesegnet werden", so Schröcksnadel, der der Rolle des Jägers durchaus etwas abgewinnen kann: "Angreifen ist leichter als verteidigen. Oft braucht man ein Tief, um wieder durchzustarten."

Auf jeden Fall den Hebel ansetzen will der oberste Boss der Skifahrer bei der Stimmung. "Die Stimmung muss besser werden, sonst kommt man in eine Abwärtsspirale." An dieser Abwärtsbewegung ist für Schröcksnadel auch der gewaltige Druck der rot-weiß-roten Öffentlichkeit für die Skistars teilweise schuld. "Der Druck in Österreich ist der größte von allen Ländern. Das stecken nicht alle so einfach weg."

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