03.04.2019 05:50 |

Druck auf Ferrari-Star

Harte Kritik an Vettel - Traumduo Schumi/Leclerc?

Riesenrummel um den 20-jährigen Mick Schumacher bei den Formel-1-Tests in Bahrain. In Italien zerfetzen die Medien Sebastian Vettel und schreiben vom Traumduo Schumi/Leclerc.

„Vettel versinkt. Ferrari schaut in eine Zukunft, in der es keinen Platz mehr für Vettel geben wird. An der Seite von Charles Leclerc könnte bald Mick Schumacher sitzen“ (Corriere dello Sport), „Leclercs Druck nimmt Vettel die Ruhe. Ein Rat: Der Deutsche sollte einen Mental-Coach anheuern. Und sich den Schnurrbart rasieren“ (La Stampa), „Vettel enttäuschte auf ganzer Linie“ (Sport), „Vettel kommt gedemütigt aus der Wüste“ (Corriere della Sera), „Vettel wurde im Rennen verprügelt“ (The Telegraph) - die internationalen Medien, speziell aber die italienischen, zerfetzten Sebastian Vettel nach dessen Desaster-Saisonauftakt. Gnadenlos ging man im „Stiefel-Land“ mit dem vierfachen Weltmeister ins Gericht - und blickte gestern mit leuchtenden Augen nach Bahrain.

Denn dort gab es auf dem International Circuit echte Gänsehaut-Momente. Kurz nachdem die Ampel auf Grün gesprungen war, rollte er auf die Piste. Ein Ferrari. Ein Schumacher. „Es ist, als würden wir die Zeit zurückdrehen“, twitterte Reifenhersteller Pirelli. Dort, wo Papa Michael Schumacher vor 15 Jahren das Premierenrennen gewonnen hatte, lenkte Mick Schumacher den SF90 um die Kurven. Der 20-jährige Sohn des Rekord-Weltmeisters absolvierte zur Zufriedenheit von Teamchef Mattia Binotto seinen ersten Testtag mit Bravour - Rang zwei! „Diese Erfahrung war unglaublich“, sagte der ein wenig schüchtern wirkende Mick mit einem Lächeln im Gesicht und der roten Kappe mit dem berühmten Emblem des „cavallino rampante“, des springenden Pferdes, am Kopf.

Druck wird immer größer
Während Schumacher heuteden Alfa Romeo testen wird, klettert Sebastian Vettel ins Ferrari-Cockpit. Und der Deutsche, der heuer unbedingt die „Mission 5“ (im fünften Ferrari-Jahr endlich den fünften Titel gewinnen) erledigen möchte,weiß: Der Druck wird immer größer! Zu oft leistete sich der 31-Jährige Aussetzer auf der Strecke und warf leichtfertig Chancen weg - durchaus denkbar also, dass Ferraris Traumduo bereits 2020 Charles Leclerc und Mick Schumacher heißt!

Richard Köck, Kronen Zeitung

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