22.03.2019 08:00 |

Aufregung um Damm

Große Lösung für die kleine Raabklamm soll her

Mehr als 5000 Menschen haben schon unterschrieben – und auch politisch formiert sich eine immer breitere Front gegen die Pläne aus St. Ruprecht, in der Kleinen Raabklamm einen elf Meter hohen Damm gegen Hochwasser zu errichten. Um die Parteien an einen Tisch zu bringen, ist wohl die Landespolitik gefragt.

Man sei keineswegs gegen Hochwasserschutz, stellten die Sprecher des Raabklamm-Komitees klar. Da die vom St. Ruprechter VP-Bürgermeister Herbert Pregartner favorisierte Variante – ein Damm am Ende der Klamm – das geliebte Ausflugziel von Tausenden gefährdet, warben sie für eine größere Lösung.

Ohne Passailer Becken wird es nicht gehen
Unter Einbeziehung des Passailer Beckens im Norden, aus dem das meiste Wasser kommt, könne man mit mehreren kleineren Maßnahmen die Hochwassergefahr ebensogut bannen wie mit einem Damm in der Klamm, so der Weizer Altbürgermeister Helmut Kienreich. Dazu bräuchten die Gemeinden aber Rückendeckung der Landesregierung.

Gesetz könnte Damm stoppen
Die grüne Ex-Landtagsabgeordnete Ingrid Lechner-Sonnek wies darauf hin, dass das Gesetz klar gegen einen Eingriff mitten im Naturjuwel spreche: Demnach sind nicht bebaute Flächen als Rückhalteräume zu erhalten – und „nichtbauliche“ besser als „bauliche“ Maßnahmen.

Der St. Ruprechter Vize-Bürgermeister Thomas Matzer (Grüne) erläuterte Alternativen für seine Heimatgemeinde. Rückhaltebecken könnten in Trockenperioden zur Bewässerung dienen, warb er um die Teilnahme der Bauern im weitläufigen Raabtal zwischen Mitterdorf und St. Ruprecht.

Das Komitee will nun – mit dem Rückenwind von 5000 Unterstützern – eine Bürgerversammlung initiieren und beim Land intervenieren. Gleichzeitig betont man die gute Beziehung zur St. Ruprechter Gemeinde.

Versöhnliche Signale aus Sankt Ruprecht
Und auch von dort kommen versöhnliche Signale. „Wir werden uns Ende April noch einmal zusammensetzen“, so Bürgermeister Pregartner zur „Krone“. „Sollte eine größere Lösung möglich sein, sind wir die Letzten, die sich querlegen.“

Matthias Wagner
Matthias Wagner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Es tut sehr weh“
Ronaldo über „schwierigstes“ Jahr seines Lebens
Fußball International
Stopp im Elferschießen
Zu spät, zu laut, zu hell! Amt beendet Pokalspiel
Fußball International
Hier im Video
So frenetisch wurde Ribery in Florenz empfangen
Fußball International
Krankheitsvorbeugung?
Exotisches Superfood nicht überschätzen!
Gesund & Fit
Bundesliga kritisiert
Brügge darf Wochenendspiel verschieben, LASK nicht
Fußball International
Auf Jankos Spuren
Nächster Österreicher wechselt nach Australien!
Fußball International
Irina verzaubert Fans
Sexy Freestylerin zieht während Trick Bluse aus
Fußball International
Steiermark Wetter
20° / 22°
leichter Regen
20° / 22°
bedeckt
20° / 23°
bedeckt
18° / 22°
leichter Regen
15° / 17°
bedeckt

Newsletter