20.02.2019 06:30 |

Bei Razzia im Pinzgau

Mordfall Irene: Polizei fand zwei Rohrbomben

Eine explosive Entdeckung machten Salzburger Polizisten in einem Kellerabteil im Pinzgau: Sie fanden dem ersten Anschein nach zwei selbst gebastelte Rohrbomben - neben weiteren Waffen. Die Aktion stand im Zusammenhang mit dem Mord an Irene P. (20). Zugang zum Abteil hatte der mutmaßliche Mord-Anstifter (18).

War es Sprengstoff? Und wenn ja, was hatte der Pinzgauer Waffennarr damit vor? Diese Fragen müssen die Ermittler jetzt klären. Auf den ersten Blick dürfte es sich bei dem Fund aber um zwei nicht ganz fertiggestellte Rohrbomben, Marke Eigenbau, handeln.

18-Jähriger in Erklärungsnot
Es werde geprüft, heißt es noch vorsichtig von Marcus Neher, Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft. Er bestätigt auf „Krone“-Nachfrage die am 8. Februar durchgeführte Hausdurchsuchung: „Wir haben einige Gegenstände sichergestellt wie Bekleidung, Waffen und Munition. Es waren keine Schusswaffen darunter.“ Aber dafür ein Kampfmesser und ein Schlagring, die neben den mutmaßlichen Bomben in einem Rucksack verstaut waren. Im Einsatz stand auch der Entschärfungsdienst der Exekutive.

Zugang zu dem Kellerabteil hatte jedenfalls der Piesendorfer (18) – also der mutmaßliche Anstifter und Fluchthelfer im Mordfall Irene. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass beide Verdächtige gemeinsam an den zwei Bomben bastelten.

Beide Verdächtigen belasten sich gegenseitig
Bekanntlich belasten sich die zwei Pinzgauer gegenseitig: Der Thumersbacher (17) gestand bereits, die tödlichen Schüsse auf Irene abgefeuert zu haben. Er bezeichnet seinen früheren besten Freund, den Piesendorfer (18), als Mittäter. Der streitet dies aber vehement ab.

Tatwaffe war an jenem Abend des 20. Oktober eine umgebaute Schreckschusspistole. Drei Kugeln trafen die junge Frau. Sie verblutete im Stiegenhauses ihres Wohnhauses in Zell-Einöd.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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