20.02.2019 06:00 |

Sprengelsystem:

Gerangel um jeden Schüler lässt Eltern verzweifeln

Eine Gemeinde, zwei Volksschulen: Das sind die Zutaten für handfeste Konflikte in Söding-St. Johann. In welche Einrichtung ihr Kind kommt, hängt hier nicht von den Eltern, sondern vom Schulsprengel, in dem man zu Hause ist, ab. Dessen Grenze wurde bei der Gemeindefusion 2015 nämlich nicht aufgehoben.

Söding und St. Johann bilden seit dem Jahre 2015 auf kommunaler Ebene eine Einheit. Allerdings: Am Schulsprengel-System hat sich bis heute nichts geändert.

Eine Gemeinde, zwei unterschiedliche Schulsprengel
Das bedeutet im konkreten Fall, dass Bewohner ein und derselben Gemeinde in zwei unterschiedlichen Sprengeln zu Hause sein können. Konflikte sind vorprogrammiert: „Meine Tochter geht in den Kindergarten von St. Johann und möchte mit ihren Freundinnen auch hier weiter ab Herbst zur Schule gehen. Leider legt sich aber die andere Volksschule, nämlich jene in Söding, quer“, erzählt Christoph Maier.

Eltern begehren auf
Gefallen lassen will er sich das nicht: „Wir sind zwar in Söding wohnhaft, bilden mit St. Johann jedoch schon längst eine Gemeinde.“

Bürgermeister zeigt Verständnis
Ortschef Erwin Dirnberger lässt auf ein gutes Ende hoffen: „Wir als Gemeinde und damit Entscheidungsträger müssen uns alle Seiten anhören. Im Endeffekt steht aber immer das Interesse des Kindes im Zentrum.“

Der Gemeindebund-Präsident greift aus diesem Anlass ein heißes Eisen auf: „Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass man über das Schulsprengel-System generell nachdenken muss. Es ganz aufzulösen wäre eine Möglichkeit.“

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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