Bindungs-Turbo

Ammann siegt erneut, Bronze für Schlierenzauer

Sport
20.02.2010 23:21
Simon Ammann hat am Samstag auch das Skispringen von der Olympia-Großschanze gewonnen. Der 28-Jährige, der bereits von der Normalschanze überlegen Gold geholt hatte, setzte sich erneut klar vor dem Polen Adam Malysz sowie dem Tiroler Gregor Schlierenzauer durch, womit es exakt dasselbe Podest wie im ersten Einzelbewerb gab. Hinter Schlierenzauer landeten Andreas Kofler und Thomas Morgenstern auf den Plätzen vier und fünf, Wolfgang Loitzl wurde Zehnter.

Ammann schrieb mit seinem zweiten Triumph im Whistler Olympic Park Sportgeschichte. Der Eidgenosse schaffte als erster Springer nur in Einzelkonkurrenzen vier Olympia-Goldene. Lediglich der Finne Matti Nykänen kann ebenfalls vier Goldmedaillen bei Olympia vorweisen, eine davon hat er allerdings mit der Mannschaft geholt.

Steckbriefe von Simon Ammann und Gregor Schlierenzauer findest du in der Infobox!

Die magische Kraft des Siegers
Ammann hat dem Druck perfekt standgehalten. Er gewann überlegen 14,2 Punkte vor Malysz und weitere 7,2 Zähler vor Schlierenzauer. "Was soll ich sagen? Ich war so nervös da oben. Das Herz war sicher bei 180. Das ist alles sehr nervenzerreißend. Ich habe immer diese magische Kraft, hier weit zu springen, und das ist aufregend. Es ist wirklich aufregend", war der erste Kommentar der nunmehrigen Legende seines Sports.

Freude bei Schlierenzauer
Schlierenzauer beklagte einen nicht ganz geglückten ersten Sprung. "Ich bin froh, dass ich wieder eine Medaille habe, auf der anderen Seite tut's ein bisschen weh, weil mehr möglich gewesen wäre", sagte der nunmehr zweifache Bronze-Gewinner. Der 20-jährige Stubaitaler versprach im Mannschaftsbewerb wieder Gas zu geben. "Momentan tu ich mich mit der Anfahrtsposition ein bisschen schwer, deswegen passt es noch nicht so ganz."

Österreichs Adler zeigten mannschaftlich eine weit stärkere Leistung als im ersten Bewerb und sind für den Teambewerb am Montag natürlich die Favoriten auf Gold. Andreas Kofler erlebte eine Art "deja-vu". Vor vier Jahren hatte er Großschanzen-Olympiagold als Zweiter nur um einen Zehntelpunkt verfehlt, diesmal verpasste er Bronze auch nur um einen Zähler. 

Der nun wieder von Ammann als Doppel-Olympiasieger abgelöste Morgenstern erkannte sportlich fair die Überlegenheit des Schweizers an. "Ammann springt brutal stark. Um ihn zu schlagen, müssen einem zwei Bomben passieren." Loitzl (10.) beklagte die Schwierigkeit, bei einer Großveranstaltung die Form zu finden. "Es wäre nach dem ersten Durchgang noch eine Chance da gewesen. Da wollte ich das Unmögliche versuchen und es ist in die Hose gegangen", sagte er.

Das Ergebnis

1. Simon Ammann (SUI) 283,6 Punkte (144,0 m/138,0 m)
2. Adam Malysz (POL) 269,4 (137,0/133,5)
3. Gregor Schlierenzauer (AUT) 262,2 (130,5/136,0)
4. Andreas Kofler (AUT) 261,2 (131,5/135,0)
5. Thomas Morgenstern (AUT) 246,7 (129,5/129,5)
6. Michael Neumayer (GER) 245,5 (130,0/130,0)
7. Antonin Hajek (CZE) 240,6 (128,0/129,0)
8. Noriaki Kasai (JPN) 239,2 (121,5/135,0)
9. Robert Kranjec (SLO) 233,7 (118,5/135,5)
10. Wolfgang Loitzl (AUT) 230,3 (129,5/121,5)
11. Tom Hilde (NOR) 227,9 (124,0/126,5)
12. Anders Jacobsen (NOR) 226,4 (128,0/122,5)
13. Emmanuel Chedal (FRA) 225,5 (118,5/131,5)
14. Kamil Stoch (POL) 224,1 (126,0/123,5)
15. Johan Remen Evensen (NOR) 223,6 (123,5/126,0)
16. Peter Prevc (SLO) 222,3 (124,5/124,0)
17. Jakub Janda (CZE) 221,4 (126,5/121,5)
18. Harri Olli (FIN) 217,8 (117,0/129,0)
19. Stefan Hula (POL) 217,2 (122,5/124,0)
20. Daiki Ito (JPN) 216,9 (117,0/128,5)
21. Vincent Descombes Sevoie (FRA) 211,6 (120,0/124,5)
22. Anders Bardal (NOR) 211,4 (119,0/124,0)
23. Roman Koudelka (CZE) 208,5 (117,5/125,0)
24. Andreas Küttel (SUI) 204,9 (121,5/119,0)
25. Michael Uhrmann (GER) 202,7 (122,5/116,5)
26. Matti Hautamäki (FIN) 202,4 (134,0/104,0)
27. Sebastian Colloredo (ITA) 202,2 (118,5/120,5)
28. Andreas Wank (GER) 200,5 (127,5/110,0)
29. Mitja Meznar (SLO) 198,5 (119,0/118,5)
30. Martin Schmitt (GER) 182,4 (122,5/108,0)

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