04.02.2019 07:59 |

Aus Flammen gerettet

Feuerwehrmann traf Zwillinge nach 24 Jahren wieder

Ein Grazer Feuerwehrmann rettete 1995 Zwillinge aus einem brennenden Haus. 24 Jahre später fand er die beiden über die „Krone“. Nun kam es zum ersten Treffen, das allen sehr zu Herzen ging. Und es gab ein Versprechen: „Der Kontakt wird nie mehr abreißen ...“

„Wir haben bis vor Kurzem ja gar nicht gewusst, dass uns jemand das Leben gerettet hat. Und jetzt sitzen wir ihm gegenüber. Wir können gar nicht of genug Danke sagen!“ Da flossen schon ein paar Tränen der Rührung, Zwillingsmädchen Bianca busselte ihren Lebensretter Manfred herzlich ab - und alle wollen in Kontakt bleiben. Was für ein rührendes, schönes Treffen!

Doch alles von Anfang an. Und der liegt bei Astrid Gutleben: Sie wollte ihrem Mann einen Herzenswunsch erfüllen und nach jenen Zwillingen suchen, die er vor 24 Jahren, am 23. August 1995, unter eigener Lebensgefahr und mit Löwenmut aus einem brennenden Kinderzimmer im Grazer Frauenhaus gerettet hatte. „Manfred hat immer wieder davon geredet, er wollte so gerne wissen, was aus den Kindern von einst geworden ist, wie es ihnen heute geht.“

Kleines Wunder durch große „Krone“-Familie
Und die große „Krone“-Familie konnte ein kleines Wunder bewirken: Schon am Tag unseres Berichts wurden Bianca und Patrick gefunden! Samt ihrer lieben Pflegemutter Elisabeth Leitner. Zu ihr kamen die Kinder mit vier Jahren, durften liebevoll aufwachsen, nachdem es in deren eigener Familie leider Probleme gab. Mit ihrer leiblichen Mama hatten sie eben auch einige Zeit im Frauenhaus in Graz verbracht.

„Er hat selbstlos das eigene Leben riskiert“
Das wussten sie zwar, aber der Knalleffekt: „Dass wir so einen Brand überlebt haben, das haben wir erst aus der ,Krone’ erfahren!“ Und sie wollten ihren Lebensretter schnell kennenlernen. Jetzt saßen sie ihm gegenüber, „und wir können nur Danke sagen“, meinte Patrick gerührt. „Der Manfred war damals 26, so alt wie wir heute. Und ich wüsste nicht, ob ich es schaffen würde, mein Leben so selbstlos für jemanden zu riskieren.“

„Würdest du, da kannst du sicher sein“, widersprach Manfred Gutleben. „In so einer Situation hilft und handelt jeder!“

Jedenfalls flossen Tränen der Rührung, es wurde viel gelacht, es wurden Erinnerungen ausgetauscht. Astrid Gutleben freute sich so, dass ihrem Mann der Wunsch erfüllt wurde, den er so lange gehegt hatte: die Kinder zu sehen. Von ihnen zu wissen, dass es ihnen gut geht.

Die sind mittlerweile ganz entzückende, sympathische Erwachsene. Und alle waren sich einig: „Wir wollen uns nicht mehr aus den Augen verlieren!“

Christa Bluemel
Christa Bluemel

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