07.10.2019 13:40 |

Ergonomie & kurze Wege

Leitfaden: So richten Sie Ihre Küche effizient ein

Durchschnittlich drei Küchen kauft jeder Mensch in seinem Leben. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Österreicher im Durchschnitt unter der Woche drei- bis viermal, und am Wochenende ein- bis zweimal kochen. Das Ereignis „Küchenkauf“ sollte deshalb auf alle Fälle gut durchdacht und geplant werden, schließlich wird die neue Küche viele Jahre lang das kulinarische Leben prägen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die räumliche Strukturierung der Küche. Eine gute Einteilung hilft, lange Wege und „leere Meter“ zu vermeiden. Folgende Fragen und Aspekte gilt es dabei zu bedenken.

Wer wird „Hauptbenutzer“ der Küche sein?

Zunächst sollten die Bedürfnisse jener Personen, die am meisten in der Küche stehen, berücksichtigt werden. Neben persönlichen Geschmack, Farb- und Stilfragen geht es hier zum Beispiel auch um die Körpergröße, die wiederum ausschlaggebend für die Höhe der Arbeitsplatten ist. Als goldene Regel hat sich ein Abstand von ca. zehn bis 20 Zentimetern vom zu 90 Grad abgewinkeltem Arm zu den Arbeitsflächen als ergonomisch sinnvoll etabliert. Die Spüle sollte ein wenig erhöht sein, da ja der „Arbeitsbereich“ Spülboden deutlich tiefer liegt. Im Durschnitt ist für eine Frau mit einer Körpergröße 1,65 Metern eine Arbeitsplattenhöhe von ungefähr 90 Zentimetern ideal. Ein Mann mit einer Größe von 1,90 Metern ist mit einer Höhe des Arbeitsbereichs von 110 Zentimetern gut beraten, um länger andauernde Kochtätigkeiten so rückenfreundlich wie möglich zu bewältigen. Auch die Geräte sollten leicht zu bedienen sein - das unter dem Herd eingebaute Backrohr und der am Boden stehende Kühlschrank sind ja längst passé.

Anordnung der Küchenbereiche

Ein weiterer, essentieller Punkt ist die Anordnung der sogenannten Küchenzonen, die sich aus den Komponenten Vorrat, Aufbewahrung, Vorbereitung, Kochstelle und Spüle ergeben.

  • Vorrat: Zu dieser Zone gehören neben dem Kühlschrank auch gut zugängliche Vorratsschränke. Wie viel Stauraum hier benötigt wird, hängt vor allem von der Größe der Familie und der Häufigkeit, mit der gekocht oder gebacken wird, ab.
  • Aufbewahrung: Hier befindet sich das Geschirr. Dazu zählen Utensilien wie Besteck, Teller, Gläser und Schalen.
  • Vorbereitung: Diese Zone beinhaltet alles, was unmittelbar der Zubereitung der Speisen dient. Öl, Gewürze, Mehl, Schneidebrett und Messer gehören in die Vorbereitungszone und sind in Ausziehschränken neben dem Herd gut aufgehoben. Diese Zone ist zwischen Kochstelle und Spüle einzurichten, um Zeit zu sparen. Wer nicht gerne lange steht, kann hier für mehr Komfort auch eine Sitzgelegenheit einplanen.
  • Kochstelle: Unmittelbar benötigte Kochgeräte wie beispielsweise Pfannen, Töpfe und Kochbesteck sollten - wenn möglich - direkt unter dem Herd verstaut werden, um sie am Ort des Geschehens griffbereit zu haben.
  • Spüle: Reinigungs- und Hygieneartikel wie Schwämme, Spülmittel oder Küchenrolle werden idealerweise kompakt in einer Ausziehlade unter der Spüle aufbewahrt. Da viele Lebensmittel vor der Zubereitung gewaschen werden sollten, zeichnet sich der Spülbereich durch seine Nähe zur Vorbereitungszone, welche wiederum an die Kochstelle angrenzt, aus.

Zusammenfassung: Kochstelle, Arbeitsfläche und Spüle sollen nahe beieinander liegen, um unnötig lange Wege zu vermeiden. Das Geschirr wird am besten nahe der Spülmaschine platziert, ungekühlt lagerbare Vorräte sollten eher abseits gelagert werden, um die Abläufe im Aktionszentrum nicht zu behindern.

Zusätzlich zu den Zonen, der Arbeitsplatzhöhe, der Art bzw. dem Umfang der Nutzung und persönlichen Vorlieben sollten auch folgende Überlegungen in die Küchenplanung miteinfließen:

Wieviel Platz habe ich zur Verfügung?

  • Grundriss beachten
  • Genau Ausmessen
  • Ecken stauraummäßig gut nutzen

Wo sollen die Anschlüsse und Steckdosen sein?

  • Großzügige Anzahl an Steckdosen einplanen
  • Sind die Anschlüsse bereits vorhanden, geben diese unter Umständen die Küchenplanung vor, da die Verlegung der Anschlüsse mit erheblichem Aufwand verbunden ist?

Geräte

  • Energieeffizienz
  • Lautstärke (vor allem Spülmaschine)
  • Geräte ergonomisch einbaubar?
  • Stauraum?
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