„Probleme ungelöst“

Laute Kritik an Plastikhufen für Fiakerpferde

Die aktuelle Diskussion rund um die sogenannten Plastikhufe für Fiakerpferde, um die verursachten Straßenschäden zu verringern, schlägt hohe Wellen. Die Kutscher lehnen die kunsttoffbeschläge ab, diese seien schlecht für die Gelenke der Tiere, teuer und schon nach kurzer Zeit verschlissen. Viele Tierschützer können mit der Diskussion grundsätzlich nichts anfangen - der Schutz der Pferde bleibe bedauerlicherweise erneut ungehört. 

VGT-Fiaker-Campaigner Georg Prinz dazu: "Die Arbeitszeiten für Fiaker bleiben mit 13 Stunden pro Tag die höchsten in allen westlichen Metropolen, trotz Glatteis dürfen Fiakergespanne weiterfahren und riskieren dadurch schwere Verletzungen durch Ausrutschen. Seit Jahren wird an den Pferden herumgedoktert - sie bekamen Windeln, Nummerntaferl, seit neuerstem Rücklichter und jetzt also Plastikhufe. Das Grundproblem bleibt aber bestehen: Die hektische Wiener Innenstadt ist kein Ort für Pferde und Pferde leiden in der Stadt, egal mit welchem Huf-Beschlag!"

„Während Plastikhufe zumindest die finanzielle Belastung für die Allgemeinheit verringern, gibt es für die Entlastung der Pferde nur eine Lösung: eine Reduktion der Fiakerstandplätze und ein schrittweises Auslaufenlassen des Betriebs im ersten Bezirk“, so Prinz. Dies entspreche auch einer VGT-Petition vom Sommer, die zahlreiche Menschen unterschrieben hatten. „Zudem ist es unverständlich, warum bei neuen Bauprojekten wie der Rotenturmstraße eine teure Fiakerspur eingerichtet wird, anstatt gleich zukunftsträchtig ein Konzept ohne Fiaker vorzulegen.“

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Freitag, 04. Dezember 2020
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