28.01.2019 18:58 |

50.000 Fans erwartet

Ganz Schladming rotiert vor dem Nachtslalom

Vor Marcel Hirscher & Co. war am Montag der Helikopter am Wort. Mit dröhnenden Rotorblättern fegte er den Neuschnee aus der Piste. ÖSV, WSV Schladming und Planai-Bahnen geben vor dem Nightrace gemeinsam Gas.

40.000 Kubikmeter Schnee haben die Slalomartisten rund um Marcel Hirscher heute beim traditionellen Nachtslalom auf der Schladminger Planai unter den Beinen. Mehr kann OK-Chef und WSV-Schladming-Präsident Hans Grogl auch nicht gebrauchen. Der Neuschnee der vergangenen Tage wurde zuletzt von fleißigen Helferleins aus der Piste gerutscht oder – wie am gestrigen Montag – von den Rotorblättern eines Hubschraubers in High-Tech-Manier aus der Idealspur geblasen. Ein waghalsiger Flugkünstler sorgte also für den Feinschliff zur heutigen Slalom-Show auf der Planai.

Die Unterlage besteht aus 30 Prozent Naturschnee und 70 Prozent kompaktem Kunstschnee. Was der Wettergott auch immer vor gehabt hätte, auf der Weltcuppiste ist eine Schneehöhe von insgesamt eineinhalb Meter im Durchschnitt als Basis konzipiert...

Dass der Untergrund auch „hart, aber herzlich“ ist, versteht sich von selbst. Wie im Weltcup – zuletzt vor allem auch in Kitzbühel – üblich, wurde in Schladming in den vergangenen Tagen eine richtige „Eiszeit“ ausgerufen. Mehr als eine Million Liter Wasser ist im pickelharten Untergrund gefroren.

Mit der Piste ist in unzähligen Arbeitsstunden auch das einzigartige Skistadion gewachsen. Die Tribünen und VIP-Clubs für das heutige Spektakel sind schon seit Wochen ausverkauft. Grogl: „Das Interesse an unserem Rennen ist ungebrochen, die Begeisterung nach wie vor unglaublich.“

Kurzentschlossene, die beim 22. Nachtslalom live dabei sein wollen, sind in Schladming freilich immer willkommen. Karten für den Hang, also direkt an der Strecke, gibt es auch noch an der Tageskasse, denn: „Wer dabei sein will, ist dabei!“, freut sich Grogl über Kapazitäten, die auch Zahlen von mehr als 50.000 Besuchern ermöglichen.

Eine große Herausforderung war laut den Verantwortlichen wieder die Stufenschneetribüne. Hierfür wurden eigens rund 10.000 Kubikmeter Kunstschnee produziert und mit drei Kleinbaggern sowie einem Pistengerät zu einigen tausend Schneestufen links und rechts des Hanges geformt.

Eng wird es freilich auf sämtlichen Zufahrtsstraßen im Ennstal. Sämtlicher Pkw-Verkehr wird bereits in Oberhaus – kurz nach Haus im Ennstal – von der L 320 abgeleitet und zu den Parkflächen geleitet. Die Exekutive appelliert an die Ski-Fans möglichst früh anzureisen. Der Fußmarsch von den Parkflächen zum WM-Stadion beträgt 15 Minuten.

Thomas Bauer
Thomas Bauer
Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
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