26.01.2019 20:55 |

Dadic testete in Wien

Riesenpech! Hallensaison für Distelberger vorbei

Österreichs Mehrkampf-Ass Dominik Distelberger muss seine Hallen-Saison bereits jetzt beenden. Die Verletzung, die er sich beim Hallen-Meeting in Wien am Samstag beim Weitsprung zugezogen hat, ist viel schwerwiegender als gedacht. Er zog sich einen fünf Zentimeter langen Muskelbündelriss mit Einblutung am rechten Oberschenkel zu. Dies ergab die MRT (Magnetresonanztomo­graphie). „Hallensaison leider beendet“, teilte Trainer Herwig Gruensteidl mit. 

Österreichs Leichtathletik-Star Ivona Dadic hatte einen guten, aber keinen überragenden Saisoneinstieg in die neue Hallen-Saison. Die Vizeweltmeisterin des Vorjahres testete beim Indoor Track & Field Vienna im Dusika-Stadion ihre Form in zwei Disziplinen, war mit ihrem Lauf über 60 m Hürden in 8,61 zufrieden ( elfter Platz, „ein ähnlicher Auftakt wie im Vorjahr“), haderte aber ein wenig mit dem Weitsprung, wo sie noch, wie manchmal zu Beginn der Saison, mit dem Anlauf nicht ganz zu Recht kam und mit 5,97 m Sechste wurde.

„Aber ich habe ja keinen Druck“, meinte Dadic in Hinblick auf den Saisonhöhepunkt, den Hallen-Europameisterschaften in Glasgow vom 1. bis 3. März. Für diese Titelkämpfe ist sie längst vom europäischen Verband aufgrund ihrer Vorjahresleistung (EM-Vierte in Berlin mit 6552 Punkten im Siebenkampf) qualifiziert. Deshalb plant sie auch keinen Fünfkampf vor der Hallen-EM, will im Rahmen der nationalen Mehrkampfmeisterschaften nächsten Sonntag in Linz zwei weitere Disziplinen testen (Hürden und Hoch). Bis Anfang März wird sie in Top-Form sein und hofft, wie vor zwei Jahren in Belgrad auf einen Medaillengewinn. 2017 war es Silber!

Distelberger im Pech
Dominik Distelberger (unten im Bild), in den letzten Jahren immer Österreichs Bester in der Halle, muss sich noch über die Europarangliste 2019 für Glasgow im Siebenkampf qualifizieren. Im Dusika-Stadion testete er zwei Disziplinen - 60 m Hürden in 6,98 und Weitsprung mit 7,08 m. Dabei hatte er im letzten Durchgang Pech, als er sich bei seinem Sprung in der Luft verletzte und sich mit Verdacht auf einen Muskelfasereinriss im rechten Oberschenkel behandeln lassen musste. Mittlerweile wissen wir, nach dem Muskelbündelriss mit Einblutung ist die Hallensaison für ihn vorbei.

Bei seinem Versuch, sich neben dem bereits qualifizierten österreichischen EM-Quartett (Dadic, Susanne Walli, Alexandra Toth und Markus Fuchs), ebenfalls für Glasgow frühzeitig ein Ticket zu sichern, scheiterte Andreas Vojta (im Bild unten). Der Niederösterreicher wurde über 1500 m in 3:47,92 Neunter und blieb doch recht klar über dem Limit von 3:45,00. Aber ohnehin will sich der von Wilhelm Lilge trainierte Athlet über 3000 m für die EM qualifizieren. Da sind 9:05,00 gefordert, eine Zeit, die er auf der Gugl in Linz am 9. Februar laufen will. Dies wäre dann sein fünfter Start bei einer Hallen-EM in Folge.

So bot Karin Strametz aus heimischer Sicht die wohl erfreulichste Leistung. In persönlicher Bestzeit von 8,41 Sekunden wurde sie Dritte über 60 m Hürden und sprang noch 5,83 m weit. Internationaler Höhepunkt waren die 400 m der Frauen. Hier lief Phil Healy (Irl) auf der bekannt schnellen Wiener Rundbahn 52,31 Sekunden, dies ist nach Kaelin Roberts‘ 52,25 heuer die zweitbeste Zeit weltweit. Nur die US-Amerikanerin war tags zuvor in Lubbock (Texas) einen Hauch schneller als Healy.

Im Ausland gab es zudem weiter erfreuliche Ergebnisse für Rot-Weiß-Rot: Einen Tag nachdem die beiden Sprinter Markus Fuchs und Alexandra Toth in Erfurt jeweils starke 60-m-Zweite geworden waren, trumpften beim Hochsprung in Hustopece (Tsch) Österreichs junge Hochspringer auf, wie Helmut Baudis auf der ÖLLV-Homepage vermeldete: Der ehemalige Handballer und Rookie des Vorjahres Ben Henkes, der seit Herbst erst ernsthaft in der Leichtathletik trainiert, steigerte in der tschechischen Kleinstadt unweit der österreichischen Grenze seine persönliche Bestleistung auf 2,09 m und feierte damit seinen ersten Sieg bei einem internationalen Bewerb (Unter 20). Er verbesserte damit den niederösterreichischen U20-Hallenrekord von Andreas Steinmetz (2,06 m) aus dem Jahr 2015 und seine eigene Bestmarke um drei Zentimeter. Lionel Strasser (Jahrgang 2002), der seit diesem Schuljahr auch mit der ehemaligen Hochsprung-Weltmeisterin und jetzigen ÖLV-Trainerin Inga Babakova trainiert, konnte erstmals die 2,00 m knacken (bisherige PB 1,99m) und übersprang nachher auch noch 2,03 m.

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