So, 17. Februar 2019
21.01.2019 10:53

Mit Messer attackiert

Feuerwehrball: Jugendliche raubten Schnapsbar aus

Ein abruptes Ende hat der Feuerwehrball im südsteirischen Obervogau gefunden: In der Nacht auf Sonntag, gegen 1.30 Uhr, wurde eine Mitarbeiterin, die die Schnapsbar betreute, von einem 17-Jährigen mit einem Messer verletzt und ausgeraubt. Die gesamte Region steht unter Schock.

„Man liest oft in den Medien von solchen Ereignissen, aber einen wirklichen Bezug haben wir zu solch einer Situation bisher nicht gehabt.“ Martin Gluschitsch, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Obervogau, ist merklich angeschlagen.

Der Feuerwehrball ging in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 1.30 Uhr jäh zu Ende. Ein 17-Jähriger verletzte eine freiwillige Helferin, die Freundin eines Mitglieds, an der Hand und raubte die Handkassa der Schnapsbar. Weit kam er damit nicht, da sich sofort einige Kameraden zur Verfolgung aufmachten. 

Jugendliche aus der Region
„Sieben oder acht Leute von uns haben dann mitbekommen, dass da weit mehr Jugendliche involviert sind. Wir vermuten, dass es acht waren, die in unterschiedliche Richtungen geflüchtet sind“, erzählt Gluschitsch. Bis auf einen schnappte die Feuerwehr alle, die drei Hauptverdächtigen (zwei 17-Jährige und ein 18-Jähriger) wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht.

Was Gluschitsch zu denken gibt: „Von den acht Burschen sind drei direkt aus dem Ort, die anderen auch aus der Region. Wie reagiert man jetzt etwa beim Einkaufen, wenn man einen von denen sieht? Die Gesichter haben sich bei uns allen eingebrannt.“

„Müssen Maßnahmen ergreifen“
Der verletzten 25-Jährigen, die eine Schnittwunde an der Hand erlitt, geht es den Umständen entsprechend gut. „Körperlich ist sie okay, psychisch ist die Angelegenheit für sie sehr belastend. Wie für uns alle“, sagt Gluschitsch.

Der Ball wurde umgehend nach dem Vorfall abgebrochen, für nächstes Jahr ist es geplant, ein Security-Team einzusetzen. „Wir machen diesen Ball seit Jahrzehnten, bisher ist nie etwas passiert. Aber wir müssen jetzt Maßnahmen ergreifen.“

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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