Bauen & Energie Wien
Alles Messe – alles Energie: Die großen Messethemen
Auf energiesparendes Bauen und Sanieren kann und will heute so gut wie keiner mehr verzichten. Und ist der Konsument nicht ohnedies willig, dann geben diverse Förderrichtlinien - mehr oder weniger verständlich - den Weg vor.
Die „Bauen & Energie“, die heuer vom 18. bis 21. Februar 2010 im Wiener Messezentrum stattfindet, ist die bei Weitem größte „publikumsoffene Fachmesse“ im Osten Österreichs und mit rund 50.000 Besuchern – 87 Prozent davon Privatpersonen! – der angesagte Trendsetter für alle Fragen rund ums Bauen und Sanieren. Die Themenbegriffe sind weit gefasst und so wird so gut wie jeder fündig – sei es der künftige Hausbauer, sei es der ambitionierte Sanierer nach baubiologischen Grundsätzen, sei es der Heimwerker oder auch der Hobby-Gärtner.
Beratung im Vordergrund
Treu bleibt die Messe auch in diesem Jahr ihrem geschickten Mix aus Produktpräsentationen und Leistungsschauen in Verbindung mit umfassender Experten-Beratung. Was schon vor Jahren beim Konsumenten gut ankam, trifft in (Bau-)Zeiten, in denen Energiesparen und energieeffizientes Bauen alles ist, voll ins Schwarze.
Kaum ein Bereich, der trotz aller intensiver Kommunikation noch immer so viel Beratungszusatzleistung erfordert wie alle „Energiethemen“. Denn – und hierin sind alle einschlägigen Experten einig – die eine perfekte Standard-Lösung für alle Fälle gibt es nicht. Wer für die Zukunft auf möglichst niedrige Betriebskosten bei Warmwassererzeugung, Heizen und Kühlen bauen und im Optimalfall sich dabei noch eine weitgehende Unabhängigkeit von den traditionellen Energielieferanten sichern will, kommt um eine eingehende Befassung mit den verschiedenen Systemen inklusive ausführlicher Beratung nicht herum.
Hier punktet die „Bauen & Energie“ mit der Vielzahl der Aussteller (insgesamt rund 550). Vorteil: Die Möglichkeit der direkten Information beim Hersteller. Denn im Gegensatz zu den durchführenden Fachbetrieben (z. B. Installateur), die häufig auf „ihre“ Marken setzen, kann der Konsument unterschiedliche Systemanbieter wirklich auf Herz und Nieren befragen und so die verschiedenen Lösungen gut vergleichen.
Tipp: Messevorbereitung zahlt sich aus! Bereits zuhause eine Fragenliste vorbereiten, die wichtigsten Fakten notieren (z. B. bei neuer Heizung: Wohnraumfläche, bestehendes System, eventuell Bauvorschriften etc.), kurz zusammenfassen, was einem selbst wichtig (z. B.: Bedienungskomfort etc.) - und vor allem auch leistbar! - ist. Anhand einer solchen Liste kann man dann die Angebote verschiedener Anbieter gut vergleichen.
Angebotsvielfalt
Abgerundet und umrahmt wird die Produktpräsentation der verschiedenen Branchen auch in diesem Jahr wieder durch die Öko-City – baubiologisch gesunde, natürliche Materialien zum hautnahen Erleben stehen hier im Vordergrund! -, Beratungsinseln der Elektro- – und Sicherheitstechnik sowie mit einer eigenen Themeninsel „Feng Shui“, die sich dem Thema „Energie im Wohnraum“ einmal aus einer ganz anderen Sicht als einer technisch messbaren annimmt.
Stark vertreten auch heuer wieder das Österreichische Institut für Baubiologie und –ökologie (IBO), das sich im Rahmen der Sonderschau „Beratung im Zentrum“ unter anderem mit der Frage „Sanieren oder Abreißen?“ befasst. Denn vor allem gebrauchte Immobilien spielen am Markt, vor allem natürlich im innerstädtischen Bereich aufgrund der Grundstücksknappheit, eine immer wichtigere Rolle. Sollte die Bausubstanz dabei nicht schon völlig am Ende sein, empfiehlt sich meist eine umfassende Sanierung. Das IBO-Beratungsspektrum reicht dabei von handwerklichen und bautechnischen Fragen bis hin zu Fragen der Farbgestaltung und Einrichtung.
Barrierefrei bauen
Einmal nichts mit Energie, dafür aber viel mit Komfort und Wohnalltag hat die Sonderschau „Sanitärkomfort mit Zukunft“ zu tun, die sich mit der barrierefreien Gestaltung von Bädern befasst. Gezeigt werden dabei verschiedene Design-Modelle, die der jeweiligen Lebenssituation angepasst werden können.
Mittlerweile gewähren viele Bundesländer inzwischen auch Sondermittel aus der Wohnbauförderung, die barrierefreies Bauen leistbar machen sollen. Herausholen will man damit aber auch diese Thematik aus dem Eck „nur für ältere Menschen interessant“. Eine barrierefreie Bauplanung bewährt sich im Alltag häufig schon früher als man denkt: Oft genügt schon ein Skiunfall mit Beingips als Folge und man lernt, leicht zu steigende Stiegen so richtig zu schätzen. Barrierefrei bedeutet aber auch, keine sinnlosen Stufen oder Schwellen im Haus oder in der Wohnung zu haben – Stichwort: Kinderwagen!
Apropos „Kinder“: Auch dieses Jahr gibt es auf der „Bauen & Energie“ ein eigenes Kinderunterhaltungsprogramm.




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