Mi, 23. Jänner 2019

Neuschnee, Orkanböen

13.01.2019 12:21

Wo die Schneewelle sich jetzt noch einmal aufbäumt

Noch zwei Tage massive Schneefälle, dann soll es fürs Erste vorbei mit den immer höher werdenden Schneewällen sein. Aber Achtung, die beiden Tage sollen es in sich haben! Bis zu zwei Meter Neuschnee werden erwartet, dazu kommen stürmische Winde im Flachland und Orkanböen in höheren Lagen. Die Lawinengefahr steigt an, und auch die Regenfälle können zu einer Zuspitzung der Situation beitragen - denn das zusätzliche Wasser macht die Schneeschichten auf Bäumen oder Hausdächern noch schwerer.

Vom Bregenzerwald entlang der nördlichen Kalkalpen bis zur Rax schneit es zum Start in die neue Woche am Montag weiter anhaltend und zum Teil auch intensiv. Zunächst nur in höheren Lagen, sinkt die Schneefallgrenze im Tagesverlauf von anfangs 700 bis 1000 Metern langsam bis in tiefe Lagen. Vor allem im Norden, im Osten und am Alpenostrand fegt außerdem lebhafter bis starker Nordwestwind über das Land.

Mancherorts mehr als fünf Meter Schneehöhe
Die Gesamtschneehöhe beträgt an manchen Orten derzeit mehr als fünf Meter! Hubschrauberbesatzungen, die am Freitag Erkundungsflüge über Tirol durchführen konnten, dokumentierten märchenhafte Landschaften. Einer der Hotspots: die Nordkette hoch über Innsbruck, wo sich der Schnee sechs Meter hoch türmt.

Regen verschärft Situation für Helfer
Die Regenschauer in den tieferen Lagen sorgen für eine Verschärfung der Situation für die unermüdlichen Helfer im Kampf gegen die Schneemassen. Weil der bereits liegende Schnee die Wassermassen aufsaugt, wird es noch schwerer, die Dächer abzuschaufeln bzw. Bäume vom Schnee zu befreien. Die Gefahr umstürzender Bäume steigt durch die höhere Last.

Bis zu zwei Meter Neuschnee in den Bergen
Bis Dienstagvormittag werden für Vorarlberg über Nordtirol und Salzburg bis hin zur Dachstein- und Hochkar-Region verbreitet zwischen 20 und 100 Zentimeter Neuschnee prognostiziert, in den Bergen können bis zu zwei Meter hinzukommen - was eine wieder steigende Lawinengefahr bedeutet. Erst am Samstag waren bei einem Lawinenabgang in Lech am Arlberg drei Männer ums Leben gekommen, ein Vierter wird vermisst. Die vier Freunde aus Deutschland waren auf einer gesperrten Skiroute unterwegs gewesen und wurden unter Schneemassen begraben.

Ab Dienstagnachmittag kann man mit Sonne rechnen
Ab Dienstagnachmittag soll sich die Lage langsam bessern: Während der ersten Tageshälfte schneit es nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten aus dichten Wolken noch häufig, am meisten jedoch nach wie vor in den Staulagen zwischen dem Tiroler Oberland und dem westlichen Niederösterreich. Insgesamt lässt jedoch der Schneefall mehr und mehr nach. Während der Nachmittagsstunden lockert schließlich die Wolkendecke immer öfters auf und die Sonne zeigt sich.

Ab Mittwoch Sonne, kommendes Wochenende fällt wieder Schnee
Den meisten Sonnenschein gibt es jedoch generell von Osttirol ostwärts bis ins Südburgenland. Am Mittwoch setzt sich generell das sonnige Wetter durch. Zwar können besonders in der Osthälfte noch ein paar harmlose Wolkenfelder durchziehen, aber auch hier überwiegt bereits der Sonnenschein. Im Osten bläst anfangs noch lebhafter bis kräftiger Westwind, der tagsüber aber nachlässt. Am kommenden Wochenende könnten allerdings im Westen bereits weitere Schneefälle drohen.

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