09.01.2019 15:51 |

Trainer verurteilt

Sporttrainer verschickte Pornovideos an Kinder

Geknickt sitzt der junge Klagenfurter vor Richterin Sabine Roßmann. „Ich kann mir nicht erklären, warum ich so ein Trottel war“, sagt er. Denn die Vorwürfe gegen den Jugendtrainer eines Sportvereines sind heftig: Er hat sich mit drei Mädchen - die jüngste erst knapp 13 - auf perverse Sex-Chats eingelassen.

Pädophil sei er nicht. Natürlich nicht. „Ich bin nach der Anzeige selbst zum Psychologen gegangen, weil ich mir das alles nicht erklären kann“, meint der Angeklagte. Er habe eine Lebensgefährtin, sei vor kurzem erst Papa geworden. Wer rechnen kann, bemerkt, dass er sich mit seinen Sportschützlingen eingelassen hat, als die Freundin schwanger zu Hause saß. „Er ist kein typischer Angeklagter wie in den üblichen Kinderpornoverfahren“, betont Verteidiger Florian Mitterbacher. Denn die Chatprotokolle seines Mandanten mit den Mädchen würden belegen, dass „sie sich einen Spaß gemacht haben und schauen wollten, wie weit der Trainer gehen würde!“

Viel zu weit.

Er hat alle Grenzen überschritten. Schließlich ist er die Autoritätsperson, der Eltern ihre Kinder zum Training anvertraut hatten.

Dem trägt Richterin Sabine Roßmann bei ihrem Urteil Rechnung: vier Monate bedingt, 1200 Euro Geldstrafe und - sicherlich am wichtigsten - ein fünfjähriges Tätigkeitsverbot. Der Jungvater darf beruflich keinen Umgang mit Teenagern mehr haben. Mitterbacher: „Das ist ganz in seinem Sinne.“ Sobald die Staatsanwaltschaft ihr Okay gibt, ist die Strafe rechtskräftig.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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