"Mehr als 60 Schafe haben die Wölfe bereits gerissen. Der Schaden beträgt mehr als 7.000 Euro!", kann Johann Reisinger, Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer, seinen Ärger nicht verbergen.
DNA-Probe brachte Klarheit
Seit 2007 würden Landwirte untypisches Verhalten bei ihren Schafen beobachten. Eine DNA-Probe hat nun eindeutig ergeben: Zwei Wölfe sind in der Oststeier unterwegs! Ein Umstand, der naturgemäß für Aufregung in der Region sorgt. Denn die edlen Tiere bleiben bei ihren ausgiebigen Wanderungen – sie können bis zu 60 Kilometer pro Tag zurücklegen – nicht bloß in den verschneiten Wäldern, sondern wagen sich auch in Wohngebiete vor.
Bauernfunktionär: "Die Wölfe müssen weg"
Kein Wunder, dass da einigen Bewohnern ein mulmiges Gefühl beschleicht. Bauernfunktionär Reisinger vertritt eine klaren Standpunkt: "Die Sicherheit muss absolut vorgehen. Die Wölfe haben keinen Platz hier, sie müssen weg." Das wird aber nicht so einfach gehen, erklärt Johann Zebinger von der Naturschutzabteilung des Landes: "Wölfe genießen einen strengen Schutz. Eine Abschussgenehmigung gibt's nämlich nur dann, wenn dadurch die Population nicht gefährdet ist. Bei nur zwei Tieren wird das aber garantiert nicht gehen."
Trotz verhärteter Fronten soll bald an einer gemeinsamen Lösung gebastelt werden. Derweil durchstreifen die beiden Wölfe die verschneiten Wälder...
von Jakob Traby ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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