07.01.2019 06:30 |

„Küsste“ die Torstange

Sieger Marcel stöhnt: „Das war harte Arbeit!“

Seinen 30. Erfolg im Slalom-Weltcup feierte Hirscher mit dicker Lippe: Am Vormittag beim Aufwärmen hatte er unfreiwillig eine Torstange „geküsst“ und musste dann beim Rennen mit der Konkurrenz raufen.

„Das war ein richtig harter Arbeitstag“, stöhnte Marcel Hirscher nach seinem 64. Weltcup-Sieg in Zagreb. Weil dieser Sonntag mit einem unliebsamen „Kuss“ mit einer Torstange begonnen hatte und der Erfolg im Finale eine echte Plagerei war. Manuel Feller schaffte es als Dritter erstmals im Slalom-Weltcup auf das Podest.

Sonntag und Feiertag in einem. Klingt nach einer völlig entspannten Sache. Nicht wenn man Skifahrer, Superstar und Rekordsieger ist. Marcel Hirscher (29) wischte sich am Abend auf dem Weg zum Flugzeug nach Hause den Schweiß aus dem Gesicht. Eine harte Schicht!

Torstange „geküsst“
Beim Aufwärmen am Vormittag küsste Marcel eine Torstange, die in tausend Stücke zerbrach und beim 29-Jährigen eine dicke Lippe hinterließ. „Der Gute-Nacht-Kuss wird für meine Frau eine Herausforderung“, grinste der Jungpapa.

So wie für ihn das Rennen. Nach dem ersten Lauf 37 Hundertstel hinter Marco Schwarz, plagte sich der Rekordsieger im Finale buchstäblich zum Slalom-Jubiläumserfolg (30). „Nach den beiden Einfädlern in Madonna und Oslo bin ich schon nervös geworden. Auch wenn’s mir keiner glauben will. Ich wollte einfach wieder punkten, doch leicht ging es mir wirklich nicht von der Hand. Das war ein reiner Fight – und das lag nicht an den äußeren Bedingungen“, ächzte er auf dem Siegespodest. Das riecht nach noch mehr Arbeit: „Irgendetwas stimmt nicht“, grübelte Hirscher, „Und das werden wir korrigieren müssen.“

„Habe es verdient“
Auf dem Siegespodest in Zagreb traf Hirscher erstmals seit dem WM-Slalom in St. Moritz 2017 wieder Manuel Feller. Denn der Tiroler Vize-Weltmeister schaffte es auf dem Sljeme erstmals im Weltcup aufs Slalom-Stockerl. „Die Genugtuung ist schon groß. Aber ich muss gestehen: Ich glaube, ich habe es mir verdient“, lachte er. Dabei hatte er gleich hinter der Ziellinie geflucht, weil er um zwei Hundertstel hinter Alexis Pinturault geblieben war. „Ich wollte nur nicht schon wieder Vierter werden. Tut mir leid, aber ich verdank’s dem Out von Schwarz.“

Georg Fraisl, Zagreb, Kronen Zeitung

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