29.12.2018 09:39 |

Wassertstoff-Zentrum

Auf dieses Projekt in Tirol „schaut ganz Europa“

Die Zukunft beginnt jetzt - und sie beginnt in Innsbruck. Denn dort wurde das Wasserstoff-Zentrum „HyWest“ eröffnet. Ein Ort, an dem Strukturen und Systeme ausgearbeitet werden, um die Welt Schritt für Schritt von CO2 zu befreien.

Der Hyundai „Nexo“ ist ein Wasserstoff-Elektrofahrzeug – die zweite Generation des ix35 FCEV. Die Brennstoffzellentechnologie wurde „umfassend weiter entwickelt“, sagt Hyundai. Das System sei kleiner, leichter und leistungsfähiger. In 9,2 Sekunden beschleunige der Wasserstoff-SUV von 0 auf 100 km/h. Die Tankzeiten seien kurz, die Reichweite mit 660 Kilometern ein neuer Rekord.

Das Problem: Für das Auto fehlt (noch) die Infrastruktur. „Die neuen Technologien erfordern ein neues Verständnis, Begrifflichkeiten, Gesetze, Verordnungen, Tankstellen – die Technik ist dem Menschen aktuell einen Schritt voraus“, erklärt Ernst Fleischhacker, Gründer des „HyWest“.

„Anlage wird unter wirtschaftlichen Aspekten realisiert“
In der Brennstoffzellentechnologie steckt Potenzial – auch für die Wirtschaft. Das aktuelle Energiesystem müsse aber nachhaltig verändert werden, so Fleischhacker. Daran arbeitet er – gemeinsam mit seinem Sohn Nikolaus Fleischhacker – und weiteren namhaften Partnern. „In Völs wird im nächsten Jahr etwa Europas größter Elektrolyseur zur Umwandlung von grünem Tiwag-Strom in Wasserstoff gebaut. Damit soll zunächst die Großbäckerei Therese Mölk versorgt werden“, erklärt Nikolaus Fleischhacker. Schritt für Schritt soll dann der ganze Fuhrpark der Firma MPreis auf Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge umgerüstet werden. „Auf dieses Projekt schaut ganz Europa, denn die Anlage wird unter wirtschaftlichen Aspekten realisiert“, betont Fleischhacker.

All das sind Gründe, warum Hyundai sich entschieden hat, mit „HyWest“ zusammen zu arbeiten. „In Innsbruck wird echte Pionierarbeit geleistet“, benennt es Roland Punzengruber, CEO von Hyundai Österreich. Zehn der neuen Fahrzeuge kommen nach Österreich, um sie hier zu testen und behutsam auf dem Markt einzuführen.

In den nächsten Schritten sollen Wasserstoffautobahnen ausgebaut werden – also Strecken, an denen Tankstellen zur Verfügung stehen. Die Technologie soll sich auch in den öffentlichen und Schwerverkehr ausdehnen, die Preisunterschiede zu Diesel- und Benzinfahrzeugen überwinden und auf regionale Bedürfnisse angepasst werden können. Damit Tirol bis 2050 energieautonom werden kann – und die Welt als solche noch ein bisschen erhalten bleibt.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter
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