22.12.2018 06:00 |

Geschenkkauf-Spionage:

Spionage bei Geschenkkauf

Das Christkind hat es jetzt ganz eilig! Rund um die Einkaufszentren geht die Post ab. Allerdings sind viele Händler skeptisch, dass die Umsätze so üppig ausfallen wie in den vergangenen Jahren. Es gab zwar rege Kundenfrequenz, doch viele sollen die Waren im Geschäft nur „ausspioniert“, dann aber bei (ausländischen) Händlern im Internet bestellt haben. In vielen Shops werden daher jetzt schon Rabatte angeboten.

Leicht haben es die heimischen Geschäftsbetreiber ja nicht. Internationale Onlinehändler locken Kunden mit markigen Werbespots – offenbar mit Erfolg. „Zu uns kommen viele Eltern mit Kindern, um sich beraten zu lassen und Produkte zu testen, gekauft wird die Ware aber im Internet, weil sie da manche Händler billiger anbieten. Die haben ja auch nicht die Betriebskosten wie wir“, klagt ein Sporthändler.

Einige Geschäfte haben auf den Trend reagiert und eigene Online-Shops aufgebaut. „Da bestellt der Kunde die Ware online und kann sie zu jeder Zeit im Geschäft abholen. Der Vorteil: Wenn etwas nicht passt, kann er es gleich reklamieren und muss nicht alles per Post zurückschicken“, so Richard Oswald vom Atrio Villach.

Mitunter werden auch die Preise gesenkt. „Wenn ein Kunde nachweisen kann, dass die gleiche Ware online günstiger ist, wird der Preis vereinzelt angepasst“, so Heinz Achatz vom Südpark Klagenfurt.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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