19.12.2018 10:56 |

Der Kommentar

„Lassen wir Kirche und Manager-Boni im Dorf“

Lassen wir Kirche und Manager-Boni im Dorf: Gemessen an den Bilanzsummen machen 90.000 Euro für einen Vorstand der Salzburg AG oder 25.000 Euro für einen Tourismuspräsidenten das Kraut nicht fett.

Das mag der Preis sein für die Versorgungssicherheit in Salzburg, das sich unter einer wirtschaftsfreundlichen Politik als erstklassiger Standort für heimische und internationale Betriebe etabliert hat.

Die Nachricht, dass die Salzburg AG mit ihrem XL-Bauchladen vom Stromanbieter über Internet und Fernsehen bis zum berüchtigten Obus ein begehrter Spielplatz der Politik ist, lockt auch keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Man gewöhnt sich an alles.

Allerdings kann es als feine Ironie gesehen werden, wenn inneokonservativen Zeiten wie diesen wie eh und je ein proportional zusammengesetztes Polit-Büro über Belohnungen für die Führungsebene von Gesellschaften in Landesbesitzentscheidet.

Spott und Hohn über den real verblichenen Sozialismus bleiben offenbar für Wahlkampfreden reserviert. Wenn es um wirkliche Macht und um echtes Geld geht, bedient man sich auch in konservativen Kreisen noch gerne der Relikte gescheiterter Systeme.

Am Beispiel der Diskussion um die Boni für manche Landes-Manager ist das derzeit gut zu beobachten.

Aber ein Gagen-Modell, das dem Leistungsprinzip der Privatwirtschaft nachgeahmt ist, macht aus öffentlichen Unternehmen mit entsprechender Verantwortung noch keine Betriebe in privater Hand mit entsprechenden Risiken.

Claus Pandi
Claus Pandi
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