Mi, 16. Jänner 2019

9,1 Prozent betrunken

14.12.2018 15:18

Die meisten Alkounfälle passieren im Lungau

Überraschendes Ergebnis einer Zahlen-Auswertung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ): Im Lungau ist der Anteil von Unfällen, an denen alkoholisierte Lenker beteiligt waren, mit 9,1 Prozent am höchsten in unserem Bundesland. In der Mozartstadt und im Tennengau sind an 5,3 Prozent der Unfälle Betrunkene beteiligt.

19 Todesopfer und 1182 Verletzte: Das ist die Opferbilanz der Alkounfälle aus den vergangenen fünf Jahren in Salzburg. Ausgehend von der Gesamtzahl aller Crashes ist der Anteil der Alkounfälle im Lungau mit 9,1 Prozent am höchsten. Es folgt der Pongau mit 7,6, der Pinzgau mit 7,3 sowie der Tennengau und die Landeshauptstadt mit jeweils 5,3 Prozent. Im Landesschnitt liegt der Anteil der Alkounfälle bei 6,2 Prozent.

„Bereits bei 0,5 Promille steigt das Risiko zu verunfallen auf das Doppelte. Bei 0,1 Promille steigt es auf das siebenfache und bei 2 Promille auf das 35-fache an“, erläutert Christian Gratzer vom Verkehrsclub.
In der Punsch- und Glühweinzeit appelliert Gratzer an alle: Don’t drink and drive! „Wegen der Süße wird die Wirkung dieser Getränke oft unterschätzt“, sagt Gratzer. Man sollte sich vor dem Besuch eines Christkindlmarktes oder einer Feier überlegen, wie man heim kommt. Der VCÖ fordert Nachtbusse und Sammeltaxis. Letztere sollten über Einnahmen aus Verkehrsstrafen finanziert werden.

„Wir kommen mittlerweile auf über 100.000 Alkokontrollen pro Jahr. Bei Unfällen ist ein Test sowieso obligatorisch“, erklärt der stellvertretende Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei, Günter Reiner. In der Adventzeit gibt es besonders viele Anhaltungen. Reiner ist der Meinung, dass durch verschiedenste Maßnahmen wie etwa die Einführung der 0,5-Promille-Grenze und das Mitführen der Vortestgeräte in allen Streifenwagen viel bewirkt hat. „Das Bewusstsein, dass alkoholisiert fahren kein Kavaliersdelikt ist, ist größer geworden. Niemand will betrunken jemanden verletzen, also darf man sich nicht ans Steuer setzen.“

Manuela Kappes
Manuela Kappes

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