„Habe zugestochen“

Saber A. eiskalt: Geständnis ohne Zeichen von Reue

Nachdem der Fahndungsdruck auf den 17-jährigen Saber A. nach dem Mord an dessen 16-jähriger Freundin im oberösterreichischen Steyr offenbar zu groß geworden ist, hat sich der Afghane am Dienstag der Polizei gestellt. Noch am selben Tag legte er ein erstes Geständnis ab - ohne ein Zeichen von Reue.

Um 12.50 Uhr ging am Dienstag ein Notruf vom Bahnhof Wien-Floridsdorf bei der Polizei ein. Saber A. gab sich als „der Gesuchte“ zu erkennen und stellte sich der Exekutive. Die Beamten nahmen ihn fest und transportierten ihn ab, Saber A. leistete keinen Widerstand. Maßgeblichen Anteil an der Festnahme dürfte ein Ausweisfälscher gehabt haben.

Kein Zeichen von Reue
Noch am selben Tag kam es zur ersten Einvernahme des dringend tatverdächtigen Afghanen. Der 17-Jährige gestand, seine 16-jährige Freundin Michelle F. zwei Tage zuvor in deren Kinderzimmer im oberösterreichischen Steyr erstochen zu haben.

Von Reue dürfte bei dem jungen Mann jedoch jede Spur fehlen. Er habe eben im Streit zugestochen, erklärte er den Beamten eiskalt.

Hat Saber A. schon einen Mord begangen?
Wie am Dienstag ebenfalls bekannt wurde, soll der Afghane schon vor seiner Flucht nach Österreich einen Menschen getötet haben. Dies soll er jedenfalls dem Bruder des späteren Mordopfers Michelle F. gebeichtet haben. Da ihm in seiner Heimat politische oder religiöse Verfolgung bzw. bei einem derart schweren Verbrechen die Todesstrafe droht, kann der bis zur mutmaßlichen Bluttat an seiner Freundin (16) in Österreich unbescholtene Jugendliche nicht abgeschoben werden. Dieser sogenannte subsidiäre Schutz wurde allein 2018 schon 3600 Personen gewährt.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Verdächtigen nach dem Jugendstrafrecht maximal 15 Jahre Haft. Zudem läuft ein Verfahren zur Aberkennung des subsidiären Schutzes.

Christoph Budin und Markus Schütz, Kronen Zeitung/krone.at

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