Do, 24. Jänner 2019

Vertragskündigung

11.12.2018 19:00

„Wir müssen einen Kultur-Masterplan erarbeiten“

Positiv sieht Brucknerhaus-Direktor Dietmar Kerschbaum die letztwöchige Kündigung des umstrittenen Theatervertrags von Seiten der Stadt Linz. Dieser sei ohnehin veraltet und intransparent gewesen, nun habe man die Chance, gemeinsam mit dem Theater einen neuen „Kulturmasterplan“ zu erarbeiten.

„Krone“:Viele Kulturschaffende haben dagegen aufbegehrt - Sie begrüßen hingegen die Kündigung des Theatervertrags.

Kerschbaum: Ein Etikettenschwindel aus dem Jahr 1977, seitdem hat sich die Welt doch gewandelt. Die Geldflüsse waren nicht transparent, das entspricht nicht der Zeit.

Sie können nicht verstehen, dass sich Landestheater-Intendant Hermann Schneider gegen die entstehenden Kürzungen gewehrt hat?

Nein, und ich hätte auch nicht erwartet, dass er sich verhält wie ein Elefant im Porzellanladen, wo doch das Land Oberösterreich den Ausfall ohnehin übernimmt. Er hat das große Ganze einfach nicht gesehen.

Und das wäre?

Dass wir uns nun zusammensetzen und eine neue Kooperation, einen Kulturmasterplan, erstellen können. Ich wünsche mir einen respektvollen Dialog mit dem Theater, keine Zwietracht. Wir müssen anfangen, zusammenzuarbeiten, in Zeiten, in denen Netflix und Spotify unsere direkten Konkurrenten sind. Wir müssen uns um die Jugend kümmern, uns öffnen. Bisher war es nicht einmal möglich, dass wir gemeinsam ein Mischabo anbieten.

Auftritte des Bruckner Orchesters im Brucknerhaus müssen ab 2020 durch das Vertragsende neu geregelt werden, es fallen Gagen an.

Bisher spielte das Bruckner Orchester zehnmal im Jahr „umsonst“ bei uns, jetzt bekommt es einen Wert. Es wird tolle gemeinsame Projekte geben, die ohne das Brucknerhaus gar nicht machbar wären. Darauf freue ich mich.

Wie funktioniert da die Finanzierung?

Wenn man Visionen hat, muss man fragen: „Wie kann ich sie verwirklichen?“ Wir brauchen dazu Drittmittel. Es gibt sie, die Kunstmäzene, und ich versuche, meine Kontakte hier einzusetzen. Ich laufe sicher nicht weg, wenn es schwierig wird.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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