In einer brandaktuellen Erhebung hat IMAS den Landsleuten auf den Zahn gefühlt haben. Was regt sie auf? Was lässt sie kalt? Gleich vorweg: Ärgernis Nummer eins sind islamische Gebetshäuser (und deren Minarette).
Moscheen: Schweiz lässt grüßen
Eine satte Mehrheit von 43 Prozent spricht sich absolut gegen die Errichtung von Moscheen in unserem Bundesland aus, weitere acht Prozent hätten alles andere als große Freude mit einer Baubewilligung. Gäbe es auch bei uns eine Volksabstimmung, ginge sie also ähnlich aus wie in der Schweiz (57 Prozent Nein-Stimmen).
39 Prozent für generelles Bettelverbot
Auch die Bettlerflut - nicht nur in Graz, neuerdings auch in einigen anderen Bezirkshauptstädten - bringt die Steirer gehörig auf die Palme: Mittlerweile votieren bereits 39 Prozent für ein generelles Verbot.
73 Prozent sehen Handlungsbedarf bei Kriminalität
Was am stärksten unter den Nägeln brennt? Der Kampf gegen Kriminalität - Stichwort Einbruchsserien in der Steiermark - und der Kampf gegen die Drogensucht. Gleich 73 Prozent sehen hier erhöhten Handlungsbedarf. Ganz oben im Ranking außerdem: Die Versorgung von Alten und Pflegebedürftigen liegt den Menschen mit 71 Prozent sehr am Herzen.
Krise und Vermögenssteuer "out"
Nicht mehr ganz so hoch im Prioritätenregister: Die Wirtschaftskrise (56 Prozent), der Bürokratieabbau (43 Prozent) oder die Verbesserung der medizinischen Versorgung. Nur wenig Interesse - 30 Prozent - findet die von Landeshauptmann Franz Voves heftig vorgetragene Forderung nach Einführung einer Vermögenssteuer.
37 Prozent meinen auch, die Privatstiftung "Zukunft Steiermark" - DER Polit-Aufreger des vergangenen Jahres - habe den Sozialdemokraten eher geschadet.
Beide Großparteien schuld an Gemeinde-Pleiten
Dennoch - und das ist hochinteressant: Die "Steirerkrone" hat erstmals abfragen lassen, welche Partei die Steirer als Hauptschuldige an den Finanzdesastern in den Gemeinden Trieben, Hartberg und Fohnsdorf sehen. Mit verblüffendem Ergebnis: Nicht die SPÖ allein, sondern beide Großparteien zusammen - stolze 51 Prozent sagen das - werden vom Wähler dafür gerüffelt und abgestraft. "Die Sozialdemokraten wirken da immun", kommentiert denn auch IMAS-Chef Paul Eiselsberg.
Nein zu Umweltzonen
Ein "Njet" kommt zu den geplanten Umweltzonen in der Landeshauptstadt: Fast ein Drittel kann einem Auto-Bann aber schon gar nichts abgewinnen, etwa ein Viertel der Befragten hätte nichts dagegen. Obwohl, und das ist schon erstaunlich: 45 Prozent der Steirer fühlen sich vom Feinstaub überhaupt nicht beeinträchtigt.
Abfuhr für BZÖ-FPÖ-Fusion
Erhoben wurde auch, ob eine Fusion zwischen BZÖ und FPÖ in der Steiermark sinnvoll wäre. Mit deutlichem Ergebnis: 40 Prozent sagen laut und deutlich "Nein".
Keine Shopping-Tempel mehr
Überraschend massiv dann die Ablehnung von weiteren Einkaufszentren: Mehr als zwei Drittel der Landsleute wollen keine neuen Shopping-Tempel!
von Gerhard Felbinger und Gerlad Schwaiger, "Steirerkrone"
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