04.12.2018 08:30 |

Ortstermin in Schrems

Blei im Boden: Viele Betroffene verunsichert

Im Oktober wurde publik, dass der Boden in einem Teil von Frohnleiten bleiverseucht ist. Es bestehe zwar keine akute Gesundheitsgefahr, Langzeitfolgen seien aber nicht ausgeschlossen, hieß es damals. Im ersten Moment war das natürlich ein Schock für die Betroffenen. Fast zwei Monate sind seither vergangen. Ein Zwischenbericht.

Lokalaugenschein in der Schrems, wie der Ortsteil von Frohnleiten heißt. Früher einmal gab es in der Gegend ein Bergwerk, das aber schon vor langer Zeit stillgelegt worden ist. Heute stehen dort Mehrparteien- und Einfamilienhäuser.

„Ich wollte gerade Gemüse holen, als der Bürgermeister auf mich zukam“, erzählt eine Frau, die namentlich nicht genannt werden will, wie sie davon erfuhr, dass ihr Garten bleiverseucht ist. „Ich war schockiert“, sagt sie. Und sie sei nach wie vor verunsichert: „Was sollst machen? Wegziehen?“

„Ich brauch‘ keine Angst mehr haben“
Ein anderen Betroffener, Leopold Brunner, nimmt die Sache eher gelassen. „Ich brauch’ keine Angst mehr haben“, sagt der 68-Jährige, „aber die jungen Menschen haben natürlich schon Bedenken.“ Er selbst habe 45 Jahre lang das Gemüse aus dem eigenen Garten gegessen: „Mir fehlt nix!“

Das Areal wurde indes im Zuge der geologischen Untersuchungen auf die umliegenden Grundstücke ausgeweitet: „Auch in diesen Randgebieten wurden erhöhte Werte festgestellt“, erklärt Bürgermeister Johannes Wagner (ÖVP).

Grundstücke sind auf einmal weniger wert
Rund 70 Menschen sind betroffen. Von ihnen wurden Blut- und Haarproben genommen. Laut Amtsarzt Thomas Amegah ist gerade mit der Auswertung im Labor begonnen worden.

„Die Leute wollen natürlich wissen, was los ist“, so Wagner, „es geht um die Gesundheit, aber zunehmend rückt auch die Frage nach der Wertigkeit der Grundstücke in den Vordergrund.“

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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