Di, 11. Dezember 2018

Die USA trauern

02.12.2018 13:14

Bushs letzte Worte an Sohn: „Ich liebe dich auch“

„Ich liebe dich auch“ - das sind Medienberichten zufolge die letzten Worte gewesen, die der frühere US-Präsident George H.W. Bush vor seinem Tod gesprochen hat. Als Bushs Dahinscheiden absehbar gewesen sei, sei sein Sohn George W. Bush in einem Telefonat auf Lautsprecher geschaltet worden.

Bush junior, der acht Jahre nach dem Ende der Amtszeit seines Vaters Präsident wurde, habe gesagt, dass er ein „wunderbarer Vater“ gewesen sei und dass er ihn liebe. „Ich liebe dich auch“, habe Bush senior laut Berichten der „New York Times“ und des Senders CNN geantwortet.

„Er war bereit“
Die Zeitung zitierte den Freund und früheren Außenminister von George H.W. Bush, James A. Baker, der in den letzten Minuten an Bushs Seite war. Außerdem seien Familienangehörige und Freunde Bushs anwesend gewesen. Baker sagte, der frühere Präsident sei friedlich gestorben. „Und er war bereit.“

Berührender Brief von Bush an Nachfolger Clinton aufgetaucht
CNN veröffentlichte zudem ein Schreiben (siehe Bild unten) von Bush senior an seinen Amtsvorgänger Bill Clinton vom 20. Jänner 1993. Bush war nur eine Amtsperiode lang Präsident, Clinton hatte ihn bei der Wahl im November 1992 besiegt. CNN nannte den kurzen Brief eine Lektion darin, wie man würdevoll verlieren kann. Folgendes schrieb Bush: "Lieber Bill, als ich gerade dieses Büro betrat, empfand ich das gleiche Gefühl des Staunens und des Respekts, das ich vor vier Jahren empfand. Ich weiß, dass Sie das auch empfinden werden. Ich wünsche Ihnen viel Glück hier. Ich habe nie die Einsamkeit gespürt, die einige Präsidenten beschrieben haben.“

Bushs Ehefrau starb vor sieben Monaten
Bush senior starb in der Nacht auf Samstag im Alter von 94 Jahren. Der Republikaner war von 1989 bis 1993 der 41. Präsident der USA, nachdem er zuvor acht Jahre unter Ronald Reagan als Vizepräsident amtiert hatte. Erst vor sieben Monaten war Bushs Ehefrau Barbara gestorben, mit der er 73 Jahre verheiratet war.

Schwarzenegger: "Bush machte mich zum glücklichsten Amerikaner"
Weltweit gab es zahlreiche Beileidsbekundungen, in denen seine Verdienste gewürdigt wurden. Hollywood-Star und Kaliforniens Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der ein enger Freund der Bush-Familie ist, widmete ihm einen sehr berührenden Nachruf. „Er war mein Mentor, und dadurch machte er mich zum glücklichsten Mann in Amerika. Ich danke ihm für seine Freundschaft“, schrieb Schwarzenegger und veröffentlichte auch private Fotos von sich mit Bush.

Amerikaner trauern um Bush senior
Der Leichnam Bushs soll von Montag an im US-Kapitol in Washington aufgebahrt werden. Am Montagabend Ortszeit ist eine Zeremonie beider Kammern des US-Parlaments geplant. Danach sollen Bürger bis Mittwoch Abschied nehmen können.

Weißes Haus ruft Nationalen Trauertag am Mittwoch aus
US-Präsident Donald Trump kündigte an, Bushs Leichnam von seinem Präsidenten-Flugzeug in Texas abholen zu lassen. Er sagte am Rande des G20-Gipfels, er und seine Delegation würden zunächst mit der Air Force One zurück nach Washington fliegen. Die Boeing 747 werde dann nach Houston geschickt, um Bushs Leichnam in die US-Hauptstadt zu bringen. Zudem erklärte Trump den kommenden Mittwoch zum Nationalen Trauertag, an dem Bundesbehörden geschlossen bleiben. Er ordnete an, die Flaggen am Weißen Haus, an allen öffentlichen Gebäuden in den USA und an US-Vertretungen sowie Militärbasen im Ausland für 30 Tage auf halbmast zu setzen.

Trump nannte die Geste „eine besondere Ehrung, die er sehr verdient hat“. Nach Angaben des Weißen Hauses werden Donald Trump und First Lady Melania Trump an der Trauerfeier für Bush in der Nationalen Kathedrale in Washington teilnehmen. Ein Staatsbegräbnis in den USA erstreckt sich über mehrere Tage.

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