Mo, 17. Dezember 2018

Schloss war kaputt

01.12.2018 12:18

Teurer Ärger nach der Hilfe vom Schlüsseldienst

Einen Wucherpreis musste eine Pinzgauerin für den Einsatz eines Schlüsseldienstes zahlen. Die AK warnt erneut vor unseriösen Firmen.

„Mir ist der Haustürschlüssel abgebrochen. Ein Teil blieb im Schloss stecken. Es blieb mir nichts anderes übrig als eine Firma anzurufen“, schildert Rosa Maria R. Sie suchte sich im Telefonbuch einen Dienst aus, von dem sie irrtümlicherweise annahm, dass er sich gleich in der Nähe befinde. „Die Handyvorwahl war 0676, ich dachte an nichts Böses.“ Nach längerer Wartezeit erschien endlich ein Mitarbeiter des Schlüsseldienstes.

„Der hat da ziemlich grob gearbeitet. Am Ende hat er das abgebrochen Stück zwar herausbekommen. das Schloss war aber komplett kaputt“, schildert die Frau. Nachdem ihr der Arbeiter auch noch eine Rechnung über 900 Euro präsentierte, entschied sie sich, ein neues Schloss bei einer Pinzgauer Firma zu kaufen und einbauen zu lassen. „Der Preis dafür, dass mein Schloss kaputt gemacht wurde, ist ein Wahnsinn. Ich habe bei der Polizei Anzeige erstattet. Die haben mir gesagt, das geht an die Kripo weiter. Solche Sachen kommen oft vor.“ Als die Frau dem Schlüsseldienstmann erklärte, dass sie Anzeige erstatten werde, lachte dieser. „Tun Sie das!“ Die Firma befindet sich offenbar in Deutschland. Deswegen der hohe Preis - für die Anfahrt.

Die Arbeiterkammer warnt vor diesen Unternehmen. „Scheinbar lokale Dienste entpuppen sich oft als Firmen mit deutschen Adressen. Da können für eine Türöffnung 1500 Euro fällig werden. Das sind Wucherpreise“, erklärt Konsumentenschützerin Bettina Pichler. 

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