28.11.2018 07:12 |

Interview:

Wenn Träume zu Schäume werden

Fritz Karls „Ach Amerika“ nimmt uns mit auf eine Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten - böses Erwachen inklusive.

 Herr Karl, Sie gastieren am Freitag mit ihrem Programm „Ach, Amerika vom Traum zur Wirklichkeit“ im Oval im Europark. Was erwartet das Publikum?

Die Texte - unter anderem von Klaus Mann, T.C. Boyle, David Sedaris oder Woody Allen - die ich vortrage, drehen sich um typische Träume, die man mit Amerika, dem Land der Revolutionäre, der Entdecker, Auswanderer und Künstler, verbindet, und die letztlich platzen wie Seifenblasen. In Boyles „Fliegenmensch“, in dem ein junger Ungar unbedingt berühmt werden will, wird zum Beispiel gnadenlos mit dem Showbiz und dem Kapitalismus abgerechnet. Und bei Woody Allen geht’s um die Verbrechen und Riten der Mafia, die in typischer Allen-Manier skurril und mit jeder Menge schwarzem Humor geschildert werden. Im Endeffekt wird der amerikanische Traum gehörig aufs Korn genommen.

Begleitet werden Sie von Musikern des Linzer Streichquartetts „Sonare“, die einen Querschnitt durch alle Genres von Swing bis Jazz, von Gershwin bis Billy Joel bieten.

Sie spielen sogar Jimi Hendrix, was für ein Streichquartett durchaus nicht üblich ist. Es sind Stücke, die einen dramaturgischen Bogen um diese Träume und Amerika spannen.

Haben Sie mit dem Quartett bereits gearbeitet?

Wir arbeiten regelmäßig zusammen, unter anderem gestalten wir einen Tango-Abend mit dem Titel „Du hörst mir doch nie zu“. Außerdem begleiten sie mich auch als Schrammelquartett in dem Programm „Zorro, Rächer der Würstelmänner“.

Sie haben selbst eine musikalische Ausbildung und waren als Kind bei den Sängerknaben. Ist ihnen die Musik neben der Schauspielerei geblieben?

Ich wusste schon sehr früh, dass meine Begabung auf diesem Gebiet beschränkt ist und spiele heute nur noch mäßig Klavier. Aber eine gewisse musikalische Vorbildung kann bei der Erarbeitung so eines Programms nie schaden.

Sie sind einer der gefragtesten Mimen im deutschsprachigen Raum und momentan auf Servus TV als Gerichtsmediziner „Meiberger“ zu sehen. Ihre Figur mit Hang zum Humor und zur Zauberei basiert auf einem realen Vorbild, dem Salzburger Gerichtspsychologen Alexander Gappmaier.

Nur zum Teil, und dafür wird sich Herr Gappmaier auch bedanken, denn ab der fünften Folge fürchtet Meiberger um sein Leben.

Sie drehen in Salzburg und dem Salzkammergut gerade den ZDF-Film „Das Tal der Mörder“ - worum geht’s?

Ich spiele einen Marmorbruchbesitzer, der auf eine junge Frau (Anm.: Anna Unterberger) trifft. Sie will herausfinden, ob der Mann der Mörder ihres Vaters ist, findet allerdings auch Gefallen an dem älteren Herren Ich hab lange überlegt, ob ich das überhaupt spielen soll (lacht).

Sie haben sieben Kinder, eines davon, ihr Sohn Aaron, ist in ihre Fußstapfen getreten. Sind Sie erfreut darüber?

Ich haben meinen Kinder bei ihrer Entscheidung was sie einmal werden wollen nie dreingeredet. Man kann ihnen nur mit Rat und Tat zu Seite stehen, weil sie ohnehin machen, was sie wollen. Und das ist auch gut so!

Schon gemeinsam gespielt?

Nein, bis jetzt noch nicht!

Oval. Die Bühne im Europark

Fritz Karl:„Ach Amerika“

Freitag, 30. 11. 2018, 19.30

Tina Laske
Tina Laske
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