So, 17. Februar 2019
15.11.2018 17:48

Fronten sind verhärtet

Eurowings-Flugbegleiter drohen jetzt mit Streiks

Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im bereits seit Monaten andauernden Tarifkonflikt um die rund 1000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten mittlerweile so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.

Bei den Verhandlungen geht es um die Einsatzbedingungen für die Beschäftigten mit verlässlichen Dienstplänen. Eurowings halte sich dabei nicht an den geltenden Tarifvertrag, so Verdi-Vertreter. Es komme zu Bereitschaftszeiten von bis zu 18 Stunden täglich. Angesichts monatelanger ergebnisloser Gespräche „bereite man sich nun auf Arbeitskampfmaßnahmen vor“, teilte die Gewerkschaft mit. Ein Datum wurde nicht genannt. Über Ausstände muss Verdi aber erst abstimmen.

„Es gibt keinen Grund für den Aufschub von Streiks“, sagte Verhandlungsführer Volker Nüsse der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. „Sie sind theoretisch jederzeit denkbar.“ Passagiere würden aber mit ausreichend Vorlauf informiert.

Gewerkschaft rüstet sich für Streik
Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und Eurowings gerieten immer wieder ins Stocken, auch die 13. Runde brachte keinen Durchbruch. Zum nächsten Termin Anfang Dezember will Verdi nun erst gar nicht antreten, da kein Entgegenkommen absehbar sei. Die Airline habe zwar bei Gehältern und Betriebsrenten Verbesserungen vorgeschlagen, wolle aber Arbeitszeiten verschlechtern. „Damit provoziert die Eurowings Streiks“, kritisierte Nüsse.

Eurowings reagierte auf die Streik-Ankündigung mit Unverständnis. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Verdi das Angebot nach „sehr konstruktiven Gesprächen urplötzlich ablehnt und sich vom Verhandlungstisch entfernt“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Airline warf der Gewerkschaft vor, aus eigenen Machtmotiven eine Drohkulisse aufzubauen. „Verdi eskaliert ohne Not, weil sie sich in einem Wettbewerb mit anderen Gewerkschaften für das Kabinenpersonal befindet.“ Man sei unverändert gesprächsbereit. Zu den Vorwürfen äußerte sich Eurowings indes nicht.

Eurowings fliegt von Airports wie Düsseldorf, Leipzig, Berlin-Tegel und München zahlreiche Ziele in Deutschland und beliebte Urlaubsorte im Mittelmeerraum an, ist aber auch ins Geschäft mit der Langstrecke etwa in die Karibik eingestiegen. Die Gehälter und sonstigen Bedingungen für Beschäftigte liegen aber unter jenen im Lufthansa-Konzerntarifvertrag.

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