15.11.2018 08:00 |

„Allerhöchste Zeit“

Bewohner flüchteten in letzter Sekunde vor Feuer

„Es war nicht in letzter Minute, es war in letzter Sekunde!“ - so schildert der Feuerwehrkommandant Christoph Schipflinger den nächtlichen Einsatz im Tiroler Kirchberg, nachdem ein Schuppenbrand auf zwei Wohnhäuser übergegriffen hatte. In einem der Objekte waren fünf Bewohner, die teils barfuß flüchten mussten ...

Fast zeitgleich meldeten Zeugen am Dienstag gegen 0.30 Uhr das Feuer in der Bahnhofstraße. Zunächst hatten Flammen in einem mit Brennholz gefüllten, offenen Schuppen gelodert, dann griffen sie auf das angrenzende Wohnhaus über. „Ich war als Erster dort und die Leute waren noch drin“, erklärt Feuerwehrkommandant Schipflinger die dramatische Lage.

Im Erdgeschoß stieß er dann auf die aufgeregten Bewohner, die notdürftig bekleidet noch die Katze bzw. Wertsachen mitnehmen wollten. „Ich habe dann laut gerufen, dass sofort alle raus müssen. Es war allerhöchste Zeit“, sagt Schipflinger.

Ich hatte keine Chance mehr“
Im Zuge der Evakuierung der Leute (26, 42, 52, 59 und 81 Jahre alt) hieß es plötzlich, dass ein Bewohner fehle. Der Feuerwehrchef wollte daher nochmals zurück ins Haus - „aber ich hatte keine Chance mehr“. Mit schwerem Atemschutz durchkämmten die Florianijünger (alarmiert worden war auch Aschau) die Räumlichkeiten. Dann die Entwarnung: Der „fehlende“ Bewohner war zum Glück schon vor dem Feuer in ein Lokal ins Ortszentrum gegangen.

Zweites Haus gerettet
Nach zweieinhalbstündigem Einsatz wurde „Brand aus“ gegeben. Das Gartenhaus ist total zerstört, das Wohnhaus schwer beschädigt. „Bei einem zweiten Haus waren schon die Fenster geborsten, aber wir konnten es rasch retten“, erzählt Schipflinger vom „perfekt abgelaufenen Einsatz“. Die Evakuierten kamen vorübergehend in einem Hotel unter. Ein Brandermittler versucht nun herauszufinden, warum das Feuer in dem Gartenhaus plötzlich ausgebrochen war.

Andreas Moser
Andreas Moser
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